"Hello, I'm Johnny Cash" im Sauerlandpark Hemer

Johnny Cash lebt! Gunter Gabriel und Helen Schneider bringen die amerikanische Ikone und seine Partnerin June Carter zurück auf die Bühne. „Hello, I'm Johnny Cash" lautet die Show, die am Freitag, 16. März 2012, um 20 Uhr (Einlass: 18 Uhr) im Grohe Forum des Sauerlandparks Hemer (SPH) beginnen wird. Der Vorverkauf startet am 10. September exklusiv in den Leserläden des SPH-Medienpartners, der WAZ-Mediengruppe (WR, WP IKZ).

© Sven Sindt

Johnny Cash ist eine amerikanische Ikone. Jeder kennt seine Lieder, sein Leben wurde verfilmt und seine Stimme, schwärmte Bob Dylan, „schien aus dem Mittelpunkt der Erde zu kommen".

Der Südstaaten-Farmersohn fand seine Liebe zur Gitarre und zur Musik während seines Aufenthalts als US-Soldat in Deutschland. Johnny Cash, der 1953 in Landsberg am Lech bereits seinen ersten Song geschrieben hatte, war Ende der 60er Jahre noch erfolgreicher als die Beatles. Hunderte Schallplattenaufnahmen weltweit beweisen die Ausnahmestellung des Musikers, der 1980 48-jährig als jüngster lebender Künstler die höchste Auszeichnung der Country-Music erhielt: die Aufnahme in die Country Music Hall Of Fame. Sein Leben ist wie ein Roman: voller Höhen und Tiefen.

 

Als „Man In Black" wurde Johnny Cash zur lebenden Legende, der trotz tiefster Abstürze immer wieder einen Weg nach ganz Oben fand. Sein Leben war eine Achterbahnfahrt zwischen Weltruhm und Drogenabsturz, religiösem Eifer und Entzug. Ein Künstlerdasein zwischen Himmel und Hölle. Wenn er zur Gitarre griff und die Bühne betrat, gab er sich zu erkennen: "Hello, I'm Johnny Cash". Als er starb, trauerte die Musikwelt. Nun steht er wieder auf: Gunter Gabriel, der Freund aus dem fernen Deutschland, wo alles begann, ist Johnny Cash. Er lässt den Unvergessenen wieder aufleben und bringt ihn auf die Bühne zurück, ihn und zugleich auch June Carter, seine Bühnenpartnerin und große Liebe.

Als kleiner Junge legte Johnny Cash in den 40er Jahren sein Ohr ans Radio und lauschte dem Country-Kinderstar June Carter. 1968 machte er ihr einen Heiratsantrag - nicht in romantischer Zweisamkeit, sondern im ausverkauften Konzertsaal, und auch nicht den ersten, sondern den 40.!

Der Vorverkauf startet am Samstag, 10. September, exklusiv in den Leserläden der WAZ-Mediengruppe (WR/WP/IKZ). Ab Donnerstag, 18. September, sind die Tickets dann auch im offenen Vorverkauf unter www.eventim.de, www.proticket.de sowie im Ticketshop des Sauerlandparks Hemer (Ostenschlahstraße 60) erhältlich. Sitzplatz-Tickets kosten in der Halle bei freier Platzwahl 29 Euro (zzgl. Gebühren) und 32 Euro (zzgl. Gebühren) auf der Empore (nummerierte, reservierbare Plätze).

© Iko Freese/ drama-berlin.de

Helen Schneider als June Carter

Helen Schneider, in Brooklyn geboren, spielte 1976 und 1977 ihre ersten Alben ein. 1978 ging sie erstmals auf Europatournee. 1980 brachte sie das Rock'n'Roll Album „Crazy Lady" heraus. Es folgte eine Tournee mit Udo Lindenberg und dem Panik Orchester. Helen Schneider wurde 1981 vom Musikmarkt Magazin zur besten Sängerin gekürt und nahm 1982 als erste internationale Künstlerin die Auszeichnung Sängerin des Jahres von der Phono Akademie entgegen.

Nach den Alben „Exposed", „Breakout" und „Smuggled Out Alive" zog Helen Schneider nach New York, um Schauspielunterricht zu nehmen. Sie trat in diversen Produktionen in den USA auf. Am Theater des Westens war Helen Schneider, neben Hildegard Knef und Wolfgang Reichmann, in der Rolle der Sally Bowles in „Cabaret" zu erleben. 1988 nahm sie ihr Album „Back On Track" auf. Anschließend tourte sie mit ihren Produktionen „Schneider Sings Sondheim" und „Schneider Sings The Musik Of Kurt Weill" durch die USA.

1990 folgten die CD „Vagabond" und die Premiere des Musikdramas „Frida: The Story Of Frida Kahlo". 1994 spielte sie die Rolle der Reno Sweeney in dem Musical „Anything Goes" im Theater des Westens. 1995 folgte das Musical „Sunset Boulevard" am Rhein-Main-Theater in Wiesbaden. Mitte der 90er Jahre erschienen die Alben „Right As The Rain" und „Helen Schneider/Songs Of Kurt Weill". 1997 schrieb Eberhard Schöner für sie die Oper „Die Rache". Helen Schneider sang den Song „Hey Mr. Gentleman" für den deutschen Fernsehkrimi „Derrick" ein und wurde als Eva Perón in einer avantgardistischen Version von „Evita" auf dem Bad Hersfelder Sommer Festival gefeiert. Sie schrieb ihre eigene autobiographische Show „A Voice And A Piano" und trat damit in Österreich, Deutschland und den USA auf.

Für das Album „Dream A Little Dream" gibt es sogar einen Jazz Award, die „Goldene Schallplatte des Jazz".

© Iko Freese/ drama-berlin.de

Gunter Gabriel als Johnny Cash

In Bünde (Ostwestfalen) ist das Leben kein Zuckerschlecken. Da wird er als Günter Caspelherr geboren, und das Geld ist knapp. Er macht zwar eine Schlosserlehre, doch die Gedanken sind woanders. Stets nimmt er seine Gitarre mit in die Fabrikhalle, um in den Pausen zu üben. All die Lieder, die er im Radio hört. „Tom Dooley", „Tutti Frutti", "I Walk The Line", schneller Rock'n'Roll und erdige Country-Music. Elvis bringt ihn zur Musik, Johnny Cash zeigt ihm den Weg.

Nach dem Maschinenbau-Studium ist Schicht im Schacht, er will ins Musikgeschäft, nichts anderes. Bei Hansa Records erhält der junge Gabriel als Songschreiber eine Chance. Und die nutzt er. „Ich werd' gesucht in Bremerhaven" ist sein erster großer Erfolg, die deutsche Version von „Wanted Man", im Original von Johnny Cash.

Hits wie vom Fließband. „Komm unter meine Decke", „Hey Boss, ich brauch' mehr Geld", „Ohne Moos nix los", „30 Tonner Diesel", alle von ihm getextet und gesungen.

Auch als Komponist und Produzent für andere Künstler fährt er Erfolge ein: etwa „Ich trink auf Dein Wohl, Marie" (Frank Zander), „Wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst Du nur, Du denkst" (Juliane Werding), Hits für Peter Alexander, Karl Dall, Tom Astor oder die Fusball-Hymne „Wer wird deutscher Meister? Ha-Ha-HaEsVau!".

Die internationalen Country-Größen entdecken ihn. Duette mit Boxcar Willie, Lotto King Karl und Tammy Wynette, Tourneen mit Don Gibson und Conway Twitty.

Das Geld sprudelt, Erfolgsdruck, falsche Freunde. Gläubiger, Geldeintreiber, Finanzamt. Mehrere kaputte Ehen, irgendwann ist die Kasse leer. Griff zur Flasche, Absturz, Leben auf der Autobahn, im Wohnwagen. „Von der Bundesliga in die Kreisklasse". Geächtet.

Erst in Hamburg, 1995, lösen sich die Probleme. Er verliebt sich in sein rotes Hausboot „Magdeburg" und verdrückt sich in den Freihafen, und später in den Hamburger Binnenhafen, wo noch die letzte private Werft steht. Hier entsteht auch „Gunterwegs", astreiner Countryrock. Xavier Naidoo schreibt ihm den Titel „Seine Straßen".

Die Industrieromantik inspiriert ihn. Hier findet er endlich die Ruhe, eine Herzensangelgenheit auszubrüten, die er schon lange mit sich herumträgt: Die besten Lieder seines großen Seelenverwandten ins Deutsche zu übertragen. Im berühmten Cash-Studio „The Cabin" in Hendersonville, 30 Meilen vor den Toren Nashvilles, entsteht „Gabriel singt Cash" mit tatkräftiger Unterstützung vom Cash-Sohn John, der die Aufnahmen arrangiert und Cash-Tochter Laura, die Violine spielt. Er gibt wieder Konzerte, mit seinen „Nashville Three". Glaubwürdig.

Farin, Bela und Rod bitten den Countryhelden ins Studio. Seine whiskygegerbte Stimme gibt einer „Arzte"-Produktion den letzten Schliff. Überhaupt, die jungen Wilden! „Liebe Autos Abenteuer", eine ganz spezielle Hommage - junge Punkbands spielen Gabriel-Songs, die dadurch erst ihre rebellische Aussage zeigen. Geachtet.

Die American Country Music Federation nominiert „Gabriel singt Cash" zum „Album des Jahres", allein 6 Nominierungen für Gunter Gabriel bei den „Country Circle Awards" 2003. „Gunterwegs" wird bei der Verleihung des „11. Country Music Award" zum „Besten Album 2003" gekürt. Geehrt.

Anfang 2007 proklamiert Gunter in einer Talkshow die so genannte Wohnzimmertour (WZT) und spielte seitdem bei mehr als 500 privaten Veranstaltungen. Näher ran an die Fans geht es nicht. 2009 erscheint die CD „Sohn aus dem Volk" und wird zum Comeback des Jahres. Gunter veröffentlicht parallel seine Biografie (Buch und Hörbuch) „Wer einmal tief im Keller saß". Aufgrund der WZT-Tour und des Comebacks wird ein Drehbuchautor und Regisseur auf Gunter aufmerksam. Die Arbeiten an einem Kinofilm über die Wohnzimmertour sollen 2011 fertig gestellt werden.

Das Leben, und speziell das des Gabriel, ist ein Fluß. Nach 10 Jahren an der Hamburger Jöhnkwerft wirft der ewige Wanderer seinen Anker in die Spree!?! - Bei ihm weiß man nie. Unumstritten bleibt, daß Gunter Gabriel einer der besten und engagiertesten Singer/ Songwriter in diesem Land ist. Eine lebende lebendige Country-Legende. Unkaputtbar.

 

Die Copyrights für die Veranstaltung können Sie hier einsehen.

 

 
Die Rückkehr der Shaolin am 28. Februar
 
 
Gunter Gabriel ist Johnny Cash am 16. März
 
 
Zauber der Nacht am 30. April 2012
 
 
Dick Brave & The Backbeats Open Air am 05. Mai 2012
 
 
Luxuslärm & Friends - Donnerstag 5. Juli
 
 
Unheilig Open Air am 11. August 2012
 
 
Die Höhner am 27. Oktober
 
 
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