Die Landesgartenschau Hemer am "Ende der Welt"

Mendener Austauschschülerin ist mit der Landesgartenschau-Flagge in Argentinien unterwegs

Wo Hemer liegt? Natürlich da, wo in knapp zwei Monaten die Landesgartenschau ihre Pforten öffnet. Dank des Großereignisses ist der Bekanntheitsgrad der 38.000-Einwohner-Stadt am Felsenmeer in den letzten Monaten enorm gestiegen.

Und jetzt wissen sogar die Menschen am „Ende der Welt“, was sich hinter dem „Zauber der Verwandlung“ verbirgt: Seit sechs Monaten ist die Mendenerin Jannike Harnischmacher als Austauschschülerin in Argentinien unterwegs. Immer dabei: Die Flagge der Landesgartenschau Hemer. Seit Ende August lebt Jannike in Chivilcoy, einer argentinischen Kleinstadt, 180 Kilometer westlich von der Hauptstadt Buenos Aires gelegen. Organisiert wurde der Schüleraustausch über den Rotary Club Hemer. Die Flagge der LGS hatte Jannike gerade noch rechtzeitig, nämlich am Abend vor ihrem Abflug, LGS-Geschäftsführer Peter Friedrich ins Handgepäck gesteckt.

„Als Mitglieder des Rotary Clubs Hemer hatten Peter Friedrich und ich ein paar Tage zuvor von meinem Schüleraustausch gesprochen und so kam auch die Idee auf, ich könne damit bestimmt ein paar coole Fotos machen“, erzählt Jannike. Die Flagge hat Jannike auf ihren Reisen durch das Land immer dabei – auch bei ihrem Besuch am „Ende der Welt“. Diesen Titel beansprucht Ushuaia, die südlichste Stadt Argentiniens für sich. „Mit dem ,Zug zum Ende der Welt´ ging es von dort aus zum südlichsten Punkt der Welt, einem Strand vor der Antarktis“, schreibt die 17-Jährige der LGS per Mail. „Da musste ich natürlich unbedingt ein Foto schießen und jeder wollte wissen, was es denn mit dieser Flagge auf sich hat – und ich habe schon vielen Menschen erklärt, was eine Landesgartenschau ist und dass sie dieses Jahr in Hemer stattfindet.“

Argentinien weiß über Hemer bescheid – und die Bewohner der Felsenmeerstadt haben Gelegenheit, sich über die südamerikanische Republik zu informieren: Auf ihrer Homepage www.jannike-in-argentinien.jimdo.com hält Jannike Harnischmacher ihre Eindrücke fest, berichtet von ihren Reisen, gibt anderen Jugendlichen Tipps, die einen Auslandsaufenthalt planen. „Ich versuche, meine Homepage so oft wie möglich zu aktualisieren. Ich schaffe es meist so alle zwei bis drei Tage die neuen Einträge online zu stellen.“ Im Juli wird die Mendenerin wieder nach Hause kommen.

Am meisten freut sie sich natürlich auf Familie und Freunde. „Ich denke sogar, dass ich mich freuen werde, wieder in die Schule gehen zu können. Das tue ich hier zwar auch, aber hier muss ich nichts machen“, sagt Jannike. Ein Besuch der Landesgartenschau steht für Jannike natürlich auch fest. „Das ist ja dann ein Muss wenn ich schon diese Flagge durch das ganze Land schleppe“, sagt die Schülerin. „Und die Eintrittskarte“, so Peter Friedrich, „bekommt Jannike als kleines Dankeschön von der LGS geschenkt“.

Auch heute ist Jannike mal wieder auf Reisen durch den achtgrößten Staat der Erde. Diesmal erkundet sie den Norden. Und das nächste Fotomotiv mit der LGS-Flagge steht auch schon fest, am nördlichsten Punkt, an der Grenze zu Brasilien. „Und dann weiß ganz Argentinien, von Norden bis Süden, über den Zauber der Verwandlung bescheid.“