Ein Garten, zwei Ziele: Wilfried Haarmann will zeigen, was auch auf kleinen Grundstücken möglich ist. Und in seinem Garten sollen gestresste Menschen ihre Akkus wieder aufladen können. „Warum in die Ferne reisen – Erholung zu Hause“ lautet deshalb der Titel seines Themengartens für die Landesgartenschau Hemer. Sie ist zwar klein, aber trotzdem nicht zu übersehen: Haarmanns Urlaubs-Oase verbirgt sich hinter einer feuerroten Wellblechmauer.
Sorgen und Stress müssen draußen bleiben, auf diesen 125 Quadratmetern ist Erholung angesagt. „Ist der Besucher in unser kleines Gartenreich eingetreten, eröffnen sich ihm drei Bereiche“, erklärt der Soester Garten- und Landschaftsarchitekt Wilfried Haarmann. Station 1 im Entspannungsprogramm: der von Eiben umschlungene Wellnessbereich, der den ungestörten Badespass im Whirlpool ermöglicht. Auf dem Weg zur zweiten Erholungs-Etappe schmiegt sich italienischer Pietra-Serena- Sandstein an die Fußsohlen des Besuchers.
Bequeme Liegestühle warten dann auf der mit Stahlpergolen überdachten Holzterrasse. „Blauregen und Trompetenblumen garantieren Urlaubsstimmung vom Frühjahr bis in den Herbst“, weiß der 52-jährige Landschaftsgärtner. Palmen, Oleander oder Bambus: Eine mediterrane Pflanzenwelt eröffnet sich dem Gast rund um die kleine Rasenfläche zwischen Terrasse und Wellnessbereich, große Moonlight-Kugeln sorgen abends für ein interessantes Farb- und Lichtspiel. Holz, Wasser und Stahl – das sind die Zutaten, mit denen das Soester Unternehmen die Urlaubs-Oase kreiert. Seit 1984 erfüllt der Betrieb mit zwölf Mitarbeitern Gartenträume. „Gerade in Zeiten immer knapperer Haushaltskassen ist Phantasie gefragt, um sich eine Alternative zum dringend benötigten Urlaub zu schaffen“, erklärt Haarmann die Grundidee seines Gartenschau- Mustergartens. Individuelle Konzepte, fein abgestimmt auf die Wünsche der Kunden, das ist das Erfolgsrezept des Soester Unternehmens. „Wir freuen uns darauf, während der Landesgartenschau einem breiten Publikum Ideen und Anreize für die Erfüllung ihrer Gartenträume mit auf den Weg zu geben“, so Haarmann.