EU-Gelder stehen für besondere Projekte in ganz NRW bereit

Europaagbgeordneter Dr. Peter Liese besuchte die Landesgartenschau Hemer

„Mit EU-Geldern werden viele sinnvolle Projekte in Südwestfalen gefördert. Das Beispiel Felsenmeer zeigt, dass Südwestfalen seine Chancen nutzt und die EU-Fördergelder auch in der Region ankommen", betonte der Europaparlamentarier Dr. Peter Liese, MdEP, bei einem Besuch der Landesgartenschau Hemer.

Der Europa-Abgeordnete für Südwestfalen besuchte die nordrhein-westfälische Landesgartenschau auf Einladung des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus NRW für eine Baumwidmung und nutzte die Gelegenheit, den Hintergrund für die EU-Förderung für das touristisch attraktive Felsenmeer zu verdeutlichen. So konnte das Biotop Felsenmeer durch die EU-Mittel mit barrierefreien Zugängen für Personen mit eingeschränkter Mobilität wie Behinderte und ältere Menschen attraktiver gemacht werden. Wie der EU-Abgeordnete betonte, flossen Fördermitteln aus dem "Europäischer Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) über den Landeswettbewerb "Ziel2.NRW" im Bereich Naturerlebnis nach Hemer – für die bessere Erschließung des Biotops mit seinen imposanten Felsblöcken, Schluchten und Verwerfungen.

Gefördert wurden eine barrierefreie Aussichtsplattform, eine barrierefreie Brücke, ein Holzsteg, eine Naturerlebnisstation und ein Informationssystem. 80 Prozent der Fördermittel von insgesamt rund 1,64 Millionen Euro kommen aus dem Ziel 2-Programm. „Seit Anfang 2007 werden die Mittel des europäischen Strukturfonds nicht mehr nur im Ruhrgebiet, sondern in ganz NRW vergeben. In einem Wettbewerbsverfahren setzen sich die Projekte durch, die von einer Jury – unabhängig aus welcher Region die Anträge kommen – positiv bewertet werden“, erläuterte Dr. Liese im Gespräch mit Thomas Kramer, Präsidiumsmitglied des GaLaBau NRW, und Verbandsgeschäftsführer Michael Gotschika sowie Hemers Bürgermeister Michael Esken.

Die beiden GaLaBau-Vertreter nutzten ihrerseits das Gespräch, um dem EU-Abgeordneten die Bedeutung von Landesgartenschauen für die wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung der jeweiligen Region näher zu bringen. Ferner wurden sozial- und arbeitsmarktpolitische Themen erörtert. Dabei betonten Thomas Kramer und Michael Gotschika, dass der Garten- und Landschaftsbau sich seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst ist. Sie forderten aber gleichzeitig dazu auf, sozialpolitischen Beschäftigungsprogramme nicht vorrangig im Bereich Gartenbau und Grünpflege einzurichten, sondern gleichmäßig auf alle Wirtschaftszweige zu verteilen. (pcw)