Großeinsatz in der Innenstadt

Bei einem Betriebsunfall in der Hemeraner Innenstadt sind am Freitag Nachmittag (29.09.2017) ca. 100 Liter eines Gefahrstoffes ausgetreten. Nachdem der Notruf um kurz nach 16 Uhr bei der Feuerwehr Hemer einging, wurden neben den hauptamtlichen Kräften fast alle Löschgruppen der Stadt alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte der Fahrer eines Tankzuges das Leck an seinem LKW bereits selber geschlossen, wurde dabei aber mit dem Stoff kontaminiert. Nachdem er notdürftig abgeduscht wurde, musste er für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Von weiteren Kräften wurde der betroffene Bereich abgestreut um ein Versickern des Gefahrstoffes in das Erdreich zu verhindern.

Sechs Personen vom Notarzt untersucht

Sechs weitere Personen, die sich während des Unfalls in unmittelbarer Nähe befanden, wurden durch einen Notarzt und der Besatzung eines Rettungswagens untersucht, waren aber glücklicherweise nicht mit dem Stoff in Kontakt gekommen.

Nachdem die Einsatzstelle durch die Feuerwehr und die Polizei abgesperrt wurde, die Art des Stoffes geklärt werden konnte und somit das weitere Vorgehen feststand, konnten die ersten Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Der Löschzug Mitte sowie die Löschgruppe Ihmert verblieben bis zum Eintreffen einer Spezialfirma an der Einsatzstelle und sicherten den Bereich großzügig ab.

Einsatzende nach 4,5 Stunden

Während die herbeigeeilte Firma die Fläche reinigte, wurde auf Empfehlung der unteren Wasserbehörde der Hemer-Bach kontrolliert, in dem aber keine Verschmutzung festgestellt wurde. Die letzten Einsatzkräfte konnten die Einsatzstelle um 20:30 Uhr verlassen. Die Feuerwehr Hemer war mit fast 60 Kräften im Einsatz. Zusätzlich waren Rettungswagen aus Hemer und Menden, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie mehrere Streifenwagen der Polizei vor Ort. Zur Eigensicherung stand zeitweise auch ein Rettungswagen vom Deutsche Roten Kreuz bereit.

Text und Foto: Bo-Manuel Stock, Einsatzstellendokumentation Feuerwehr Hemer