10.08.2019 / Leben in Hemer

FW Hemer: Gedenkfeier zum Unfall am Wixberg

1
1
Heute am 10. August 2019 traf sich die Löschgruppe Hemer zu einer Gedenkfeier am Wixberg in Altena, die von Pastor Gröne begleitet wurde. Vor 50 Jahren stürzte hier das Hemeraner Tanklöschfahrzeug "Gustav" einen steilen Abhang hinunter.

Es war der 07. August 1969, der bislang wohl schwärzeste Tag in der Geschichte der Feuerwehr Hemer, als die Feuerwehr zu einem Waldbrand am Wixberg gerufen wurde. Die Feuerwehr Altena hatte um Löschhilfe gebeten, woraufhin die Hemeraner Kameraden alarmiert wurde.

Auf der Einsatzfahrt, fuhr das mit sechs Feuerwehrmännern besetzte Tanklöschfahrzeug im Wald auf einen Felsvorsprung auf, geriet dabei in Seitenlage und stürzte einen 200m steilen Abhang herab. Dabei überschlug es sich mehrfach, wobei die sechs Insassen aus dem Fahrzeug geschleudert wurden. Alle Feuerwehrmänner zogen sich dabei schwere Verletzungen zu. Am schlimmsten traf es den Unterbrandmeister Klaus Klein. Während die anderen sechs Feuerwehrmänner erst ins Krankenhaus nach Altena, dann nach Hemer transportiert wurden, wurde Klaus Klein aufgrund der schwere der Verletzungen direkt nach Bochum ins Klinikum Bergmannsheil gefahren. Trotz aller Bemühungen der Ärzte verstarb Klaus Klein wenige Tage nach dem Unfall.

Wie lange die Unfallopfer nach dem Absturz im Wald gelegen haben, ehe sie entdeckt wurden, kann heute niemand mehr genau sagen . Fakt ist, dass Anwohner aus Altena, die mehrere hundert Meter Luftlinie entfernt waren, den Absturz des Tanklöschfahrzeuges beobachtet haben und daraufhin die Polizei verständigt haben, die letztendlich dann als erste das verunfallte Fahrzeug im Wald gefunden hatten.

Noch heute haben die Überlebenden, sowohl mit den körperlichen, als auch seelischen Folgen des Unfalls zu kämpfen. Heutzutage können die Einsatzkräfte durch geschultes Personal der Psychosozialen Unterstützung (PSU) die belastenden Einsatzsituationen verarbeiten und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen ,um zumindest den seelischen Folgen einer Belastungssituation vorzubeugen.



Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Hemer Pressestelle Sebastian Koston Telefon: 02372/7254906 E-Mail: Sebastian.Koston@gmx.de http://www.feuerwehr-hemer.de

Original-Content von: Feuerwehr Hemer, übermittelt durch news aktuell
3
3
2
2