Historische Stadtführungen

Die erste urkundliche Erwähnung Hemers ist datiert aus dem Jahr 1072, als in einer Urkunde des Erzbischofs von Köln für das Kloster Grafschaft drei Haupthöfe erwähnt wurden, die auf heutigem Hemeraner Stadtgebiet lagen. Ein Hof lag in Niederhemer mit der dortigen Vituskirche. Der zweite Haupthof, der ebenfalls als Hademare bezeichnet wurde, lag in Oberhemer. Der dritte Haupthof Pretinholo bzw. Bredenole befand sich im heutigen Brelen. Vom Bauwerk sind nur noch Überreste sichtbar, einige Teile des Mauerwerks wurden im 16. Jahrhundert zum Bau der Edelburg genutzt. Allen drei Haupthöfen waren eine Reihe von weiteren kleineren Höfen unterstellt. Im 11. Jahrhundert wurde Landhausen (als Lantensele) und 1140 Sundwig erstmals urkundlich erwähnt, Westig folgte 1200. Deilinghofen feierte 2006 groß das 700-jährige Jubiläum. 1841 wurde dann das Amt Hemer gegründet, das u. a. die Gemeinden Becke, Brockhausen, Deilinghofen, Frönsberg, Ihmert, Landhausen, Niederhemer, Oberhemer, Sundwig und Westig umfasste.

Offiziell ist Hemer in der heutigen Zeit nicht in Ortsteile gegliedert. Allerdings haben sowohl die ehemaligen Gemeinden als auch kleinere Siedlungen immer noch ihre eigene Identität. Dementsprechend werden im Jubiläumsjahr mit Unterstützung des Bürger- und Heimatvereins und der jeweiligen Dorfgemeinschaften voraussichtlich monatlich historische Führungen, Ausstellungen bzw. weitere Veranstaltungen in den verschiedenen Ortsteilen stattfinden und damit deren Bedeutung für die Gesamtstadt Hemer betonen. So sind unter anderem Ortsteilrundgänge in Niederhemer mit St. Vitus, Sundwig, Brockhausen mit Burg Klusenstein, Ispei/Frönsberg oder Apricke/Riemke zu verschiedenen Themenkomplexen geplant. Hemers ehemaliger Bürgermeister Michael Esken hat sich zudem bereit erklärt, an seine alte Wirkungsstätte zurückzukehren, um eine spezielle Führung zum Thema Landesgartenschau anzubieten, auf der 2010 die Ortsteile im sog. Stadtteil-Mosaik besonders gewürdigt wurden.

Die Stadt Hemer dankt ihren Unterstützern: