Tag der Religionen - Dienstag, 10. Mai 2022

Die Kirchengeschichte Hemers begann bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung 1072. Neben dem späteren Haus Hemer war am Ende des 1. Jahrtausends die Vituskirche erbaut worden, die der Diözese Köln und der Pfarrei Menden unterstellt war.

Die Hemeraner Gutsherren strebten allerdings eine eigenständige Kirche an, die der Bischof 1122 durch die Ernennung der Vituskirche in Niederhemer zur Pfarrkirche verwirklichte. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche mehrfach erweitert, bis sie etwa 200 Personen fassen konnte. Sie gehörte damals zum Dekanat Attendorn. Besonders feierlich wurde der Namenstag des Kirchpatrons Vitus begangen. Die Vitus-Kirmes fand bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts regelmäßig statt. Die Vituskirche wurde 1818 abgerissen und 1820 eine neue evangelische Kirche auf dem Ebberg erbaut.

Im Laufe der langen Hemeraner Stadtgeschichte entwickelten sich daraus eine große Vielfalt an christlichen Kirchen verschiedener Konfessionen, Gemeinden, religiösen Gemeinschaften und Einrichtungen. Hierzu zählen heute u.a. die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Hemer, die Evangelische Kirchengemeinde Ihmert, die Evangelische Kirchengemeinde Deilinghofen, der Pastoralverbund der Katholischen Kirchengemeinden Hemer St. Vitus, die Freikirchliche Gemeinde Christliche Versammlung, die Freie Evangelische Gemeinde, die Neuapostolische Gemeinde, die Evangeliumschristen-Baptisten sowie die Christlichen Vereine junger Menschen (CVJM). Doch damit sind religiöse Vielfalt und Leben in Hemer noch nicht komplett. Denn in Hemer gibt es weitere Religionen wie das Judentum oder den Islam, der in der Felsenmeerstadt von der Türkisch Islamischen Gemeinde vertreten wird. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten sind nicht nur verschiedene ökumenische Gottesdienste geplant, sondern es werden aktuell weitere Gespräche mit allen Institutionen, Gemeinden und Religionen geführt, wie sich diese durch weitere (kulturelle) Veranstaltungen in das Jubiläumsjahr einbringen und das gemeinsame religiöse Leben in der Felsenmeerstadt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken können.

Die Stadt Hemer dankt ihren Unterstützern: