24.10.2018 / Leben in Hemer

Besser nicht zu lange warten

Die neue Energieberaterin der VZ Iserlohn stellt sich vor.
Stellen das neue Programm zum Heizungstausch vor (v.l.): Energieberaterin Birgit Stracke, Martin Wulf (Regionalleiter Verbraucherzentrale), Juan Manuel Diaz Borrego (Energiemanager Stadt Hemer), Stefan Marquardt (Klimaschutzmanager Iserlohn) und Astrid Lindner (Leiterin Beratungsstelle Iserlohn).
Pressemeldung vom 24.10.2018

Wer sich in Iserlohn und Hemer künftig zum Thema Energie beraten lässt, wird auf ein neues Gesicht bei der Verbraucherzentrale NRW treffen: Diplom-Ingenieurin Birgit Stracke ist seit dem 1. September die neue Energieberaterin für Iserlohn und Hemer. Sie löst damit Martin Wulf ab, der in den letzten neun Jahren Energieberater für beide Kommunen war und sich in dieser Zeit einen Ruf als geschätzter Experte in Sachen Energiesparen verdient hat. Ab sofort widmet er sich neuen Aufgaben innerhalb der Verbraucherzentrale und überlässt das Feld Birgit Stracke, die bisher in Bochum als Energieberaterin für die Verbraucherzentrale tätig war. Sie kennt sich also bestens mit allen Aspekten rund um Haussanierung und Energieeinsparung aus.

„Martin Wulf hat in den letzten Jahren sehr gute Arbeit geleistet, insgesamt 950 Beratungen konnten mit seiner Hilfe seit 2009 durchgeführt werden. Wir freuen uns nun aber natürlich auch auf die Zusammenarbeit mit Birgit Stracke und darauf, den kommunalen Klimaschutz gemeinsam weiter voranzutreiben“, so Stefan Marquardt, Klimamanager der Stadt Iserlohn.

In diesem Monat erfahren die Verbraucher/innen zum Beispiel alles zu Optimierung und Austausch der Heizung:  „Die meisten Heizkessel werden erst ausgetauscht, wenn sie defekt sind. Wer in einer kalten Wohnung unter Zugzwang steht, kann aber nicht in Ruhe die Alternativen zu Öl und Gas prüfen und echte Verbesserungen planen“, sagt Astrid Lindner, Leiterin der Beratungsstelle Iserlohn. Eine große Investition, die Weichen für 20 Jahre stelle, beruhe dann auf zu wenigen Informationen. Außerdem werde der Heizungstausch teurer, wenn ein Handwerksbetrieb dafür kurzfristig ausrücken müsse. In ihrer aktuellen Aktion „Besser heizen“ stellt die Verbraucherzentrale NRW deshalb die Frage: „Was läuft im Keller?“ Spielerisch lädt sie so zur rechtzeitigen Beschäftigung mit dem Zustand der jetzigen Heizung und möglichen Nachfolgern ein.

„Neue Heizungen können leiser sein als alte, sie können komfortabler zu bedienen sein und günstiger im Betrieb. In jedem Fall aber sparen sie Energie und sind klimafreundlicher“, erklärt Juan Manuel Diaz-Borrego von der Stadt Hemer. Wer einen mindestens 15 Jahre alten Heizkessel sein Eigen nenne, solle sich deshalb informieren, bevor der Ernstfall eintritt. „Hierzulande sind schätzungsweise rund 60 Prozent der Heizkessel in Einfamilienhäusern technisch veraltet und damit reif für einen Austausch“, betont die Energieberaterin Birgit Stracke. Schon der einfache Umstieg auf Brennwerttechnik – heute Standard bei Öl und Gas – bringt ihr zufolge bis zu 15 Prozent Energieersparnis. Hinzu komme, dass oft erst beim Heizungstausch die Rohre gedämmt und die Einstellungen des Systems optimiert würden: „Das kann zusammen weitere 15 Prozent bringen.“ Eine noch stärkere Verbesserung der Klimabilanz verspricht der Umstieg auf Holzpellets, eine Wärmepumpe oder die Einbindung von Solarthermie. „Alle diese Systeme sind gut erprobt und etabliert, ein Umstieg ist also kein Abenteuer“, versichert Stracke. Für viele Vorhaben fließen zudem Fördermittel.

„Entscheidend für eine zukunftsfähige Heizung ist, dass das System und seine Leistung wirklich zu den Bedürfnissen der Bewohner passen“, sagt Stracke. Pauschale Empfehlungen nennt sie deshalb unseriös. „Auch den richtigen Zeitpunkt für einen Austausch finden Eigentümer am besten selbst – wenn sie wissen, wohin dieser Schritt führen soll, welche Folgen er hat und was er kostet.“ Ein durch-dachter Plan, der vielleicht noch eine Weile in der Schublade ruht, sei allemal besser als eine Hauruck-Aktion nach einem plötzlichen Heizungsausfall.

Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für persönliche Beratungen vor Ort und in der Beratungsstelle gibt die  Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW  in der Beratungsstelle Iserlohn, Theodor-Heuss-Ring  5
sowie unter 02371 – 201941-05 oder unter 0211 / 33 996 555 und im Internet
www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung

 

Die Aktion „Besser heizen“ ist Bestandteil des Projekts „Energie2020“ der Verbraucherzentrale NRW, das mit Mitteln des Landes und der EU gefördert wird.