2.012 Kilometer Luftlinie seit 27 Jahren keine Hürde

Daumen hoch für die Städtepartnerschaft Schelkowo-Hemer!
Daumen hoch für die Städtepartnerschaft Schelkowo-Hemer (v.l.): Larissa Gubereva, Übersetzerin und ?Seele der Partnerschaft?, Arne Hermann Stopsack, Christa Wipper, Sergej Gorelov, neuer Verwaltungschef in Schelkowo, Svetlana Shchapova, Martin Gropengießer und Andrey Shchapov.
Pressemeldung vom 30.08.2019

Die tiefe Verbundenheit zwischen diesen beiden Städten ist einmalig. Die Städtepartnerschaft zwischen Schelkowo in Russland und Hemer besteht nunmehr seit 27 Jahren. Die Beziehung zwischen den Städten wird stetig gepflegt und weiterentwickelt. Und dass auch in diesem Jahr eine Hemeraner Delegation die 2.012 Kilometer Luftlinie überwinden würde, ist für die Partnerschaftsbeauftragte Christa Wipper eine absolute Selbstverständlichkeit.

„Es sind viele Freundschaften gewachsen und immer wieder neue Freundschaften zwischen den Bürgern Schelkowos und Hemers – nicht zuletzt aufgrund des Schüleraustausches, der Sportvereine und des jährlich wiederkehrenden Austauschs der Künstler - entstanden. Ich bin froh, dass ich wieder dort sein durfte, denn mein Schelkowo zählt zu den schönsten Städten Russlands“, berichtet Wipper. Sie selbst war schon dutzende Male zu Besuch in der Stadt, die nord-östlich direkt an Moskau grenzt. Sie sei jedes Mal begeistert von der Landschaft, freue sich, die Menschen, die Freunde wiederzusehen und neue kennen zu lernen. Zum Beispiel auch den Verwaltungschef Schelkowos Sergei Gorelov, der der Städtepartnschaft sehr positiv gegenübersteht und diese mit Hemer gemeinsam weiterentwickeln möchte. Deshalb sei es für sie eine Ehre und Wunscherfüllung zugleich gewesen, gemeinsam mit Martin Gropengießer, Vorsitzender der Hemeraner CDU-Fraktion, und Arne Hermann Stopsack, Vorsitzender der FDP-Fraktion und Mitglied des Vereins für Hemeraner Zeitgeschichte sowie Svetlana Shchapova und Andrey Shchapov (beide Partnerschaftsverein Hemer-Schelkowo) nach Schelkowo reisen zu dürfen.

Neben verschiedenen kulturellen Veranstaltungen wie dem traditionellen Stadtfest besuchte die Hemeraner Delegation den Roten Platz in Moskau mit der Basilius-Kathedrale sowie die Troitskajakirche in Schelkowo und traf sich an einem runden Tisch auch mit dem Deputiertenrat der Stadt. Weitere Programmpunkte waren ferner die Besichtigung des Schelkowiter Museums, eines großen Chemieunternehmens, eines Gründer- und Kulturzentrums in Schelkowo sowie ein Ausflug zum Zarenpalast in Zarizyno. Die menschlichen Begegnungen bleiben Arne Hermann Stopsack dabei besonders in Erinnerung: „Gerade in politisch schwierigen Zeiten gewinnen solche Partnerschaften an Bedeutung. Der Kontakt auf der kommunalen Ebene trägt dazu bei, dass man miteinander im Gespräch bleibt, Freundschaften pflegt und gegenseitiges Vertrauen gewinnt.“

Zu einer lebhaften und gelebten Städtepartnerschaft gehört selbstverständlich die Auseinandersetzung mit der (gemeinsamen) Vergangenheit und damit ein Besuch eines Soldatenfriedhofes, auf dem 82 deutsche Kriegsgefangene beerdigt wurden. Martin Gropengießer war beeindruckt von den Impressionen und Emotionen, die bei den gegenseitigen Besuchen erlebt werden: "Deutsche und Russen haben eine gemeinsame Geschichte, die von Höhen und Tiefen geprägt ist. Daher ist es heute unsere Verantwortung, die Zukunft im Geist der Völkerfreundschaft positiv zu gestalten. Dazu leistet die Partnerschaft einen wertvollen Beitrag.“


Besuch eines Soldatenfriedhofes.
Zu einer lebhaften und gelebten Städtepartnerschaft gehört selbstverständlich die Auseinandersetzung mit der (gemeinsamen) Vergangenheit und damit ein Besuch eines Soldatenfriedhofes, auf dem 82 deutsche Kriegsgefangene beerdigt wurden.
Die Hemeraner Delegation beim offiziellen Empfang in Schelkowo.
Die Hemeraner Delegation beim offiziellen Empfang in Schelkowo.