Ein Spielplatz als Ort der Begegnung

Im Neubaugebiet Geitbecke haben Politik und Verwaltung den knapp 1900 Quadratmeter großen Spielplatz eingeweiht.

Im Neubaugebiet Geitbecke ist die Freude groß: Knapp 1.900 Quadratmeter Fläche umfasst der neue Spielplatz und erfreut kleine wie große Nutzer gleichermaßen. Davon haben sich bei einer kleinen Einweihung unter Pandemiebedingungen Vertreter aus der Politik und Verwaltung persönlich überzeugt.

Die Meinung war einhellig, Bürgermeister Christian Schweitzer brachte diese auf den Punkt: „Hier ist ein beispielhafter zentraler Ort der Begegnung im Wohngebiet Geitbecke entstanden, auch wenn die Nutzung aufgrund der Pandemie aktuell lediglich eingeschränkt stattfinden kann.“ Dennoch waren sich alle Beteiligten einig, dass dieser Spielplatz zur Stärkung der nachbarschaftlichen Gemeinschaft beitragen wird und in Zeiten, in denen sich Menschen wieder wie vor dem Coronavirus-Ausbruch treffen können, seine volle Kraft entfalten wird.

Bis zur Fertigstellung des Spielplatzes in der Geitbecke vor einigen Monaten, die Einweihung war coronabedingt verschoben worden, waren viele Planungen, Abwägungen und Gespräche in der Regie des Jugendamtes der Stadt Hemer notwendig. Projektleiterin Nadine Schilling hatte alle Hände voll zu tun, freut sich daher umso mehr über das bereits stark frequentierte Ergebnis. Auf Anregung der Anwohner des neuen Baugebietes „Geitbecke“ fand im Mai 2017 ein Ortstermin zur Spielplatzsituation des Wohnbereichs unter Beteiligung der MdL Inge Blask (SPD). Die konkrete Ausrichtung mit einer intergenerativen Zielsetzung war dann Inhalt eines CDU-Antrages, der einstimmig (bei zwei Enthaltungen) im Kinder- und Jugendhilfeausschusses beschlossen wurde.

Ursprünglich waren drei Grundstücke in der Vermarktung als Bauland vorgesehen. „Doch Politik und Verwaltung haben sich dafür eingesetzt, diese Grundstücke zu erwerben, um den bestehenden kleinen Spielplatz zu erweitern“, erinnert sich BM Schweitzer an die politischen Beschlüsse in verschiedenen Gremien, wonach diese im Frühjahr 2019 erworben wurden.

Die Zielrichtung war klar: Durch Bereitstellung gemeinsamer Plätze und Räume für alle Altersgruppen sowie durch differenzierte Angebote für spezifische Zielgruppen soll der Dialog und das Miteinander der Generationen initiiert werden“, berichtet Peter Brühmann, Leiter des Fachbereiches Jugend, Schule, Kultur und Sport. Es folgte somit auf knapp 1.900 Quadratmetern die Umgestaltung und Neuausrichtung des Spielplatzes Geitbecke als zentraler Ort für die umliegenden Anwohner, mit intergenerativer und inklusiver Ausrichtung.

„Da waren wir für die Anregungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sehr dankbar“, erinnert sich Jugendamtsleiterin Sonja Slabon, „so ist ein ansprechender Mix für alle Generationen entstanden.“ Die Ausführungsplanung zum Spielbetrieb hatte im Anschluss das Büro „Blankert und Obermann“ übernommen, wodurch ein zentraler Gemeinschaftsplatz mit Aufenthaltsmöglichkeiten und Bücherschrank, der auch als Infotafel genutzt werden kann, entstanden sind.

Alle Ebenen sind beispielsweise durch Rollstühle bzw. Rollatoren befahrbar, die Fläche ist aufgeteilt in unterschiedliche Bereiche. Die Kleinkinderfläche wurde mit Sand, Spielhaus, Sandbacktisch, Wackelstegbrücke, Stelzenhaus, Mini-Rutsche, Spielpodest und Spielhaus-Kiosk ausgestattet, während im Kinderbereich Partnerschaukel, Doppelschaukel, Seilschlaufenbrücke und Seilparcours, Biberburg, Wildholz-Mikado, Turmpodest, Kletternetze und Ausguckpodest auf das Kinderlachen warten. Jugendlichen und Erwachsenen steht ein zentraler Platz mit Sitzgelegenheiten, Bücherschrank sowie Street-Workout- und Calisthenics Kombination (Eigengewichtsübungen) zur Verfügung. Beauftragt wurde dabei außerdem ein Freifunk-Netz, das den Spielplatz mit Gratis-Wlan versorgen wird. Der Internet-Zugang wird ausschließlich tagsüber nutzbar sein.

Die Gesamtkosten betragen inklusive Grundstückskauf knapp 500.000 Euro.

Jetzt benötigt das „Kind“ nur noch einen Namen. Nadine Schilling hat auch in diesem Punkt klare Vorstellungen: „Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern haben wir einen fantastischen Spiel- und Gemeinschaftsplatz in Hemer aufgebaut. Das soll beim Namen nicht anders sein.“ Also lädt sie alle Interessierten zu einem Namenswettbewerb ein. Vorschläge nimmt Nadine Schilling per Email unter n.schilling@​hemer.de entgegen. Einsendeschluss ist Mittwoch, 30. Juni. Der Gewinner erhält nicht nur eine Widmung auf dem Namensschild des Spielplatzes, sondern gewinnt auch einen Hemer-Gutschein im Wert von 50 Euro. Eine Jury, bestehend aus Bürgermeister Christian Schweitzer, Nadine Schilling, Sonja Slabon, Peter Brühmann und politischen Vertretern, wird den passendsten und kreativsten Namen auswählen.

Politik und Verwaltung haben den Spielplatz im Neubaugebiet Geitbecke eingeweiht.

Vertreter der Ratsfraktionen und Verwaltung haben den Spielplatz in der Geitbecke am Charlotte-Terheyden-Weg eingeweiht.

Projektleiterin Nadine Schilling und der Bücherschrank.

Noch ist er leer, der Bücherschrank. Projektleiterin Nadine Schilling ist sich jedoch sicher, dass dieser Zustand nicht lange anhalten wird.

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