Klettern und gleiten auf dem Spielplatz am Neuen Markt

Städtische Spielplatz-Offensive: Am Blauen Band wird aktuell der „Cliff Rider“ installiert. Bauarbeiten folgt mehrwöchige Einzäunung, um Beton aushärten zu lassen. Freigabe nach abschließender TÜV-Prüfung.

Der innerstädtische Spielplatz am Neuen Markt wird von Kindern aller Altersstufen überaus häufig genutzt. Im Rahmen der Spielplatzoffensive sind nun Bagger und fleißige Bauarbeiter angerückt, um neben dem Blauen Band eine neue Attraktion zu installieren: den Cliff Rider.

Bürgermeister Christian Schweitzer hat ein klares Ziel: „Wir wollen alle Hemeraner Spielplätze wesentlich verbessern. Gelungen ist dies bereits im Westiger Park, an der Parkstraße, am Drosselweg oder im Neubaugebiet Geitbecke, wo sogar eine komplett neue moderne Spielfläche entstanden ist. Die Aufwertung des Spielplatzes im Friedenspark wird bald folgen, während aktuell der Innenstadt-Spielplatz am Neuen Markt im Fokus steht.

Dieser ist mit der Modernisierung zur Landesgartenschau 2010 relativ neu. „Die Fläche wird aber von sehr vielen Kindern und Eltern genutzt und bietet für die Zahl der Nutzer zu wenig“, so Schweitzer. Im Rahmen der letzten Bürgerbeteiligung wurde dies durch zahlreiche Hinweise und Anregungen bestätigt. Deshalb ist die Firma Kompan aus Flensburg aktuell damit befasst, den so genannten Cliff Rider zu installieren. „Die Installation des Gerätes wird in der kommenden Woche fertiggestellt sein“, weiß Ingenieurin Gesche Rademacher vom Sauerlandpark, die mit ihrer Expertise Wolfgang Bode vom Fachdienst Kinder- und Jugendförderung der Stadt Hemer unterstützt.

Allerdings wird der Spielplatz dann noch nicht nutzbar sein, auch wenn er mehr oder weniger fertig ausschaut. Rademacher: „Wir werden den Spielbereich für vier Wochen einzäunen müssen, damit der Beton komplett aushärten und der Fallschutz aufgebracht werden kann. Nach dieser Wartezeit ist noch eine TÜV-Abnahme zwingend erforderlich.“

Denn die Sicherheit der Kinder steht für alle Beteiligten an oberste Stelle. Das stellen auch Peter Brühmann, Fachbereichsleiter Jugend, Schule, Kultur und Sport, sowie Nadine Schilling, Teamleitung im Fachdienst Jugend, klar: „Dabei gehen wir keine Kompromisse ein, auch bei allen anderen 28 Spiel- und Freizeitflächen nicht.“ Für diese wurde bereits ein Leitfaden erstellt, der noch abschließend mit Prioritäten versehen wird, um die Spielplatz-Offensive in den kommenden Jahren weiter voranzutreiben.

Im Rahmen der politischen Beschlüsse der Mitglieder des Kinder- und Jugendhilfe-Ausschusses folgen als nächste Bausteine der Spielplatz-Offensive der dritte Bauabschnitt der Freizeitanlage auf dem Lamberg, die Konzeption des Spielplatzes an der Zeppelinstraße und des Akazienweges und die Neuanschaffung eines Spielmobils. Eine weitere Ersatzbeschaffung auf dem Spielplatz am Lettenberg hat der Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer inzwischen umgesetzt.

 

 

Der Cliff Rider:

Der verblüffende Cliff Rider übt auf Kinder im Schulalter eine große Anziehungskraft aus. Er fordert zu wiederholten Aktionsabläufen auf, immer und immer wieder. Das intensiv-spannende Spielerlebnis hoch oben in der Luft, auf einer kleinen Fußstütze, ist etwas für Mutige. Und wer es nicht auf Anhieb schafft, schafft es mit ein wenig Hilfe seiner Freunde. Bis dahin gibt es reichlich Kletter- und Gleitmöglichkeiten an den Kletterwänden, Kletterstangen und der Feuerwehrstange. Als wir den Cliff Rider mit Kindern testeten, bewerteten sie ihn als Spitzenreiter in Sachen spannendes Spiel: Höhe, Schnelligkeit und Nervenkitzel gefielen den Kindern hier besonders gut. Aus erwachsener Sicht trainiert der Cliff Rider die Muskelkraft und -spannung sowie das Timing und die Abfolge von Bewegungen. Das Einschätzen der eigenen Bewegungen, der Objektkontrolle sowie des Timings ist ein recht komplexes Unterfangen, aber eine notwendige Lebenskompetenz, die es z.B. ermöglicht, den Körper sicher und souverän durch die jeweilige Umgebung zu bewegen, z.B. im Straßenverkehr. Im Gegensatz zu Kindern, die dies nicht können, haben die Kinder, die diese Fertigkeiten beherrschen, Körpervertrauen, Selbstvertrauen und letztlich die Fähigkeit, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, z.B. auf akademische Themen in der Schule. Nicht zuletzt ist das Selbstvertrauen, das die Kinder durch die Überwindung ihrer anfänglichen Bedenken, auf dem Cliff Rider zu spielen, gewinnen, ein Grund mehr, es zu tun.

(Quelle: kompan.com)

Baubeginn auf dem Spielplatz am Blauen Band.

Den Baubeginn im Blick haben Peter Brühmann (l., Fachbereichsleiter Jugend, Schule, Kultur und Sport), Gesche Rademacher (Diplom-Ingenieurin Landschaftsarchitektur) vom Sauerlandpark und Bürgermeister Christian Schweitzer.

Der Cliff Rider.

Im Rahmen der Spielplatzoffensive sind nun Bagger und fleißige Bauarbeiter angerückt, um neben dem Blauen Band eine neue Attraktion zu installieren: den Cliff Rider.

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