Stadt Hemer investiert rund sieben Millionen Euro in Schulen, Kindergärten, Straßen und Entwässerung

In den Sommerferien nutzen Handwerker leere Schulbänke – Erster Beigeordneter und Baudezernent Christian Schweitzer: „Jeder Cent, den wir hier aufwenden, ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Kinder.“

den Sommerferien nutzen Handwerker leere Schulbänke – Erster Beigeordneter und Baudezernent Christian Schweitzer: „Jeder Cent, den wir hier aufwenden, ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Kinder.“ |

Bei der Stadt Hemer ist es geübte Praxis, in den Sommerferien Baumaßnahmen in den Schulen umzusetzen. Ebenso werden im Bereich Straßenbau und der Stadtentwässerung zahlreiche Projekte realisiert.

 

„Der Abbau des Investitionsstaus – insbesondere in den Schulen und Kindergärten – ist für die Stadt Hemer ein wichtiges Ziel“, erläutert der Erste Beigeordnete und Baudezernent, „die Corona-Situation und die nicht hundertprozentig vorhersehbaren haushalterischen Auswirkungen der Pandemie erschweren die Maßnahmenumsetzung aber ungemein. Dennoch sind sich Politik und Verwaltung einig, dass jeder Cent, den wir hier aufwenden, eine gute Investition in die Zukunft unserer Kinder ist. Bei einen Großbauprojekten werden die Sommerferien für die Ausführung natürlich nicht ausreichen.“

Schweitzer richtet seinen Blick auf eine umfangreiche Maßnahmen-Liste: In der so genannten „Alte Turnhalle“ des Woeste-Gymnasiums erfolgt ab Mitte Juni die Sanierung der Heizung. Dies umfasst den Austausch der alten Warmluftheizung gegen eine energieeffizientere Wandheizkörperanlage (Kosten: rd. 80.000 Euro). Im Anschluss wird die Sanierung des Daches der Fenster und der Fassade für rd. 1,1 Millionen Euro vorangetrieben. Die Ausführungsdauer beträgt insgesamt ca. sechs bis acht Monate.

Im Neubautrakt und den naturwissenschaftlichen Räumen steht an der Albert-Schweitzer Straße die Sanierung der haustechnischen Anlagen (Heizung, Wasser, Abwasser, Elektroinstallation) sowie die Ausstattung (Möblierung, Medienliftsystem) auf dem Plan. Voraussichtlich ab Juli wird hier mindestens sechs Monate lang gearbeitet. Die Kosten belaufen sich für die naturwissenschaftlichen Räume auf rd. 180.000 Euro (inkl. Ausstattung), die Sanierung der gesamten Haustechnik auf rd. 530.000 Euro.

Der erste Abschnitt der Außensanierung mit Aula und Verwaltungsgebäude der Hans-Prinzhorn-Realschule wurde bereits fertiggestellt, die Fortsetzung im Bereich des Altbaus wurde bereits begonnen. Auch hierbei wird aus wirtschaftlichen Gründen die gesamte Außenhaut des Gebäudes erneuert (Dach, Fenster- und Fassadenflächen). Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rd. 1,1 Millionen Euro, die voraussichtliche Bauzeit liegt bei rd. sechs Monaten.

In der städtischen Kindertageseinrichtung „Räuberbande“ am Stübecken wird seit Oktober 2019 der überschrittene Richtwert an Formaldehyd durch Belegung der Wände mit Schafswollvlies und neuer Trockenbaubekleidung saniert, parallel werden die Sanitärbereiche saniert. Außerdem wird die Erneuerung der Flachdachabdichtung inkl. Wärmedämmung verfolgt. Die Gesamtkosten betragen rd. 550.000 Euro, die Bauzeit beträgt bis zur Gesamtfertigstellung noch rd. sechs Monate.

Die Innensanierung der gesamten Haustechnik mit Umkleiden, Sanitärbereiche sowie neuer Decke mit integrierter Deckenstrahlheizung sowie LED-Beleuchtung läuft in der Sporthalle der an der Bergstraße (Woeste-Grundschule und ehemalige Brabeckschule). Die geschätzten Gesamtkosten betragen rd. 800.000 Euro, die geschätzte Bauzeit liegt etwa bei zehn Monaten.

Ebenfalls begonnen wurde die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Außentreppenanlage an der Europaschule am Friedenspark Gesamtschule Hemer. Der Einbau der Beton-Werkstein-Blockstufen und eine in dem Bereich notwendige Pflasterung kosten etwa 130.000 Euro, die Bauzeit beträgt voraussichtlich ca. zehn Wochen.

Der Aus- und Umbau der barrierefreien Bushaltestellen im Stadtgebiet geht weiter. Insgesamt werden 27 Bushaltestellen mit Fördergeldern des Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ausgebaut, aktuell finden Arbeiten an den Haltestellen Giese und Altenaer Straße statt. Kosten für alle Bushaltestellen: rund 400.000 Euro.

Voraussichtlich bis Ende 2021 wird die gemeinsame Maßnahme mit dem Landesbetrieb Straßenbau (Straßen.NRW) „L 683 Ihmerter Straße“ noch dauern. 4,75 Millionen Euro, davon 1,33 Millionen Euro der Stadt Hemer, und einer Förderung in Höhe von 369.000 durch die Bezirksregierung Arnsberg werden hier investiert.

Bei der in den Sommerferien anstehenden Deckensanierung der K 16 in der Geitbecke wird die Stadt Hemer im Bereich des östlichen Gehweges aktiv. Die Straßensanierung obliegt dem Märkischen Kreis. Gleiches gilt für die Rückertstraße. Hier werden Gehwege erneuert (in Kombination mit der Verlegung einer Gashochdruckleitung durch Westnetz). In der sechswöchigen Baumaßnahme stehen für die Stadt Hemer Kosten in Höhe von 23.000 Euro zu Buche.

Die Stadtentwässerung Hemer (SEH) meldet die Bacherneuerung Geitbecke sowie den Austausch von Schachtabdeckungen (im Zuge der vorgenannten Baumaßnahme K 16 Geitbecke. Kosten: rd. 55.000 Euro.

Seit Frühjahr und noch bis in den Herbst 2020 hinein wird die Sanierung von Abwasserhaltungen im gesamten Stadtgebiet dauern. Insgesamt werden dabei eine Million Euro investiert.

Handwerker sind in städtischen Gebäuden unterwegs.

Handwerker sind in städtischen Gebäuden unterwegs.

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