Terminpflicht, Öffnungszeiten und Angebote

|   Corona-News

Überblick über die Auswirkungen der ab Montag, 2. November, in Kraft tretenden Coronaschutzverordnung in Hemer.

Die neue Coronaschutzverordnung des Landes tritt am kommenden Montag, 2. November, in Kraft. Damit gelten auch in Hemer weitreichende Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger. Die Verwaltung informiert über ihre Angebote, Leistungen und Öffnungen von städtischen Einrichtungen.

„Wir wollen und werden weder Panik schüren noch die kritische Situation der Pandemie-Entwicklung verharmlosen“, betont Hemers Erster Beigeordneter Christian Schweitzer, „es ist allen Bürgerinnen und Bürgern bewusst, dass sich aus den allgemeinen Einschränkungen, die mit der neuen Coronaschutzverordnung einhergehen, auch auf lokaler Ebene Veränderungen ergeben.“

Dabei erinnert die Stadt Hemer an die Terminpflicht in den Hemeraner Rathäusern und Einrichtungen. „Der Gesundheitsschutz der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Besucherinnen und Besucher steht an oberster Stelle“, so Schweitzer. Deshalb besteht in allen Rathäusern und Einrichtungen Maskenpflicht.

Die Stadt Hemer hält auf der Homepage dutzende Dienstleistungen bereit, die online erledigt werden können. Bürgerinnen und Bürger werden angehalten zu überlegen, ob beispielsweise ein Rathaus-Besuch unbedingt notwendig ist. Und wenn ja muss zuvor ein Termin vereinbart werden. Das Bürgerbüro bietet hier eine Online-Terminvergabe an. Telefonisch ist eine Terminvereinbarung unter Tel. 02372/551-155 – hier kann es aber aufgrund der Nachfrage zur erschwerten Erreichbarkeit kommen. Daher ist es ratsam die Online-Termin-Reservierung zu nutzen.

Um Termine mit anderen Fachdiensten zu vereinbaren, können die Bürger ihre Ansprechpartner unter www.hemer.de finden und telefonisch oder per Email einen Termin vereinbaren.

Geschlossen wurde bereits der offene Bereich des Jugendzentrums an der Parkstraße 3.

Im Bürgerzentrum Altes Amtshaus werden keine Sitzungen, Veranstaltungen und Vereinstreffen stattfinden dürfen.

Sämtliche Sportstätten und Turnhallen werden seitens der Stadt Hemer gesperrt.

Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden bis Ende November nicht genehmigt.

Die Stadtbücherei bleibt geöffnet, es wird allerdings darauf hingewiesen, dass alle Büchereibenutzer mit ihrem Bibliotheksausweis elektronische Medien in der Onleihe24.de herunterladen können. Der Zugang erfolgt über die Büchereiseite https://open.hemer.de oder über www.onleihe24.de. Wie die Ausleihe der E-Medien funktioniert, wird auf der Onleihe-Seite erläutert.

Die Musikschule der Stadt Hemer wird geschlossen. Aktuell wird ein digitales Angebot ausgearbeitet, das die Stadt Hemer in Kürze detailliert vorstellen wird.

Der Wohnmobilstellplatz an der Hönnetalstraße ist geschlossen.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Hemer tritt aktuell in den Austausch mit Gastronomen und Unternehmen und unterstützt bei der Vermarktung von Lieferangeboten und der Beantragung von Überbrückungsgeld.

Ausbildungs- und berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote einschließlich kompensatorischer Grundbildungsangebote sowie Angebote, die der Integration dienen, und Prüfungen

 der Volkshochschule Menden-Hemer-Balve dürfen weiter angeboten werden. Alle anderen Angebote müssen im November ausfallen.

Der Sauerlandpark darf mit Auflagen geöffnet bleiben, Details werden in Kürze unter www.sauerlandpark-hemer.de veröffentlicht.

In der nächsten Woche wird zudem der politische Krisenstab der Stadt Hemer, bestehend aus den Fraktionsvorsitzenden Martin Gropengießer (CDU), Hans-Peter Klein (SPD), Josef Muhs (GAH), Knut Kumpmann (UWG), Arne Hermann Stopsack (FDP), Niclas Münzer (Die Linke), den beiden stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Römer (CDU) und Bernhard Camminadi (SPD) sowie dem Verwaltungsvorstand der Stadt Hemer tagen.

 

 

 

 

 

In der Übersicht folgen die landesweiten Einschränkungen entsprechend der ab 2. November gültigen Coronaschutzverordnung. Diese sind vorerst bis Ende November befristet:

 

  • Wichtigste Maßnahme in der kommenden Zeit wird es sein, Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist daher ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes jedoch in jedem Falle maximal mit 10 Personen gestattet. Dies gilt verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert.
  • Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Bund und Länder wirken bei den verstärkten Kontrollen zusammen.
  • Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche -auch von Verwandten- zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge.
  • Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.
  • Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen.
    • Dazu gehören Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen, Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen),
    • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
    • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
    • der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsportsallein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen,
    • Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen,
    • Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.
  • Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.
  • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.
  • Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.
  • Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.
  • Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet.
  • Für die von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen wird der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe gewähren, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Der Erstattungsbetrag beträgt 75% des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, womit die Fixkosten des Unternehmens pauschaliert werden. Die Prozentsätze für größere Unternehmen werden nach Maßgabe der Obergrenzen der einschlägigen beihilferechtlichen Vorgaben ermittelt. Die Finanzhilfe wird ein Finanzvolumen von bis zu 10 Milliarden haben.
  • Steigende Infektionszahlen führen leider auch zu einem Anstieg an Infektionen in medizinischen Einrichtungen und bei vulnerablen Gruppen. Deren Schutz stellt eine besondere Herausforderung dar. Deshalb haben die zuständigen Stellen je nach den lokalen Gegebenheiten für die Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren und Behinderteneinrichtungen besondere Schutzvorkehrungen ergriffen. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen. Bei steigenden Infektionszahlen werden diese Maßnahmen entsprechend angepasst. Der Bund hat durch die neue Testverordnung sichergestellt, dass die Kosten der seit kurzem verfügbaren SARS-CoV2-Schnelltests für regelmäßige Testungen der Bewohner bzw. Patienten, deren Besucher und das Personal übernommen werden. Die verfügbaren Schnelltests sollen jetzt zügig und prioritär in diesem Bereich eingesetzt werden, um auch bei steigenden Infektionszahlen einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten und sichere Kontakte zu ermöglichen. Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen bleiben geöffnet. Die Krankenhäuser sollen weiterhin bei der Bereitstellung von Intensivbetten unterstützt werden. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern werden zeitnah praktikable Lösungen erarbeiten, die auch die Fortführung finanzieller Unterstützungen enthalten soll. Krankenhäuser, die aufgrund der Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten besonders belastet sind, können wie in der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung vorgesehen sanktionsfrei von den Vorgaben abweichen.
  • Bund und Länder werden die Information über die geltenden Corona-Maßnahmen noch einmal verstärken und durch möglichst einheitliche Maßnahmen die Übersichtlichkeit erhöhen. Sie werden jedoch auch die Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen flächendeckend verstärken und dabei auch mittels verdachtsunabhängiger Kontrollen, insbesondere im grenznahen Bereich, die Einhaltung der Quarantäneverordnungen überprüfen.
  • Bund und Länder sind sich darüber im Klaren, dass es sich um sehr einschneidende Maßnahmen handelt. Aber sie sind notwendig und sie sind mit Blick auf das zu schützende Rechtsgut der Gesundheit der Bevölkerung und zur Abwendung noch umfangreicherer wirtschaftlicher Schäden im Falle einer unkontrollierten pandemischen Entwicklung verhältnismäßig.
Informationen zur Corona-Situation.

Informationen zur Corona-Situation.

Zurück zur Übersicht