10.06.2013 / Tourismus & Freizeit

"Meine Klasse singt"


19 Goldkehlchen treffen sich immer wieder dienstags in der ersten Stunde zum Chorprojekt mit Martin Niedzwiecki.

Da träumt manch Grundschullehrer von: Wer dienstags morgens den Musikraum der Brabeckschule betritt, könnte meinen, die 19 Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse seien bestochen worden. Höchste Konzentration demonstrieren sie, wenn sich Musikschulleiter Martin Niedzwiecki mit ihnen warm singt. Und die Begründung ist einfach wie logisch: "Wir haben Spaß am Singen!" Das Kooperationsprojekt zwischen der Grundschule und der Musikschule funktioniert und wird von allen Seiten in höchsten Tönen gelobt.

"Begonnen hat das Projekt bereits im Frühjahr 2011", erinnert sich Niedzwiecki. Es ist eine fröhliche Kinderschar, die sich jeden Dienstagmorgen in der ersten Stunde im Musikraum der Brabeckschule trifft um zu singen und musikalische Inhalte kennen zu lernen. Mit ernst zu nehmendem Hintergrund: "Die Kinder werden unabhängig vom kulturellen, finanziellen und familiären Hintergrund mit elementaren Angeboten und musikalischer Bildung erreicht. Das aktive Musizieren hat zentrale Bedeutung für Kinder. Die Entwicklung der Sinne und des Selbstbewusstseins ist eng mit der musikalischen Bildung verbunden."

Die Kinder mit der Musik zu erreichen, ist im Grunde gar nicht so schwer. Egal, ob "Cowboy Bill" oder die 45. selbst gedichtete Strophe der Motorrad fahrenden Großmutter im Hühnerstall, die Schülerinnen und Schüler schmettern es mit einem Lächeln im Gesicht ihrem Lehrer entgegen. Musikschulpädagoge Martin Niedzwiecki legt dabei großen Wert auf die Förderung der Stimmbildung, Sprechfähigkeit, Vermittlung der Freude an der Musik und der Entwicklung eines musikalischen Repertoires sowie musikalische Intelligenz und sensibles, diszipliniertes Verhalten in der Gruppe. "Man merkt den Kindern deutlich an, wie diszipliniert und sozial sie miteinander umgehen. Die zahlreichen Auftritte, wie z.B. bei den Klanglichtern im Grohe-Forum, ein Frühlingssingen im Seniorenheim, ein Konzert zu den Kinderkulturtagen, ein Auftritt auf dem Hemeraner Weihnachtsmarkt waren Höhepunkte für diese Kinder", so Niedzwiecki. Der Einstieg in die Welt der Musik werde den Kindern leicht gemacht. Regelmäßig singende Kinder entwickelten ein Gefühl für Form, Rhythmus und lernten musikalisch zu phrasieren und sich bei Auftritten entsprechend zu präsentieren. Der Erfolg gibt Niedzwiecki nicht nur Recht, sondern auch Anfragen: An der Wulfertschule wird momentan ein weiteres ein Chorprojekt erprobt.

Das freut Hemers "Mann am Klavier" natürlich besonders: "Mehr und mehr wird erkannt, wie wichtig regelmäßiges Singen mit Kindern an Schulen ist. Singen macht glücklich, weil die Stimme des Menschen eine große Ausdrucksfähigkeit hat und Singen ein Grundbedürfnis von Kindern ist." Schließlich ist es besonders geeignet, denn es erfordert keinen Instrumentenkauf und ist weitgehend unabhängig von häuslicher Förderung.

Gut zu beobachten ist dies wiederum an der Brabeckschule. Niedzwiecki ist auf seine 19 Goldkehlchen, die von Herkunft und Charakter nicht unterschiedlicher sein könnten, sehr stolz. Warum? "Gerade diese Kinder haben in den vergangenen zwei Jahren sehr viele Texte, sehr viele musikalische Begriffe, Melodien, Rhythmen gelernt und sind schon eine sehr gut eintrainierte und eingeschworene Musiziergemeinschaft." Die darauf brennt wieder Hemers Bühnen zu erklimmen und vielleicht auch über die Stadtgrenzen hinaus auftreten zu dürfen. Und genug hat der Musikschulpädagoge noch lange nicht: Sollten Eltern, Klassen an Hemeranern Grundschulen, deren Klassenlehrer oder Schulleiter Interesse haben, ein solches Chorprojekt zu initiieren, so können sie gerne Kontakt mit Martin Niedzwiecki (Tel. 02372/1594 oder 1598; E-Mail: m.niedzwiecki@hemer.de) aufnehmen.

Ihr Ansprechpartner

Herr Niedzwiecki, Martin

02372/551-740 und -741 E-Mail:
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Marc Giebels
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