07.05.2014 / Leben in Hemer

Neue Energieeinsparverordnung

Im Mai 2014 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft. Es handelt sich hierbei mittlerweile um die vierte Änderung des Regelwerkes. Die Anforderungen der Verordnung müssen nicht nur von Bauherren neuer Eigenheime berücksichtigt werden, auch Hausbesitzer von Altimmobilien sind hiervon betroffen. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) vermittelt auf ihrer Internetseite einen umfassenden Überblick zu den Neuerungen der EnEV.

 

Neubauten

Neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude müssen ab Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen. Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) wird um 25 Prozent gesenkt. Ab 2021 gilt dann für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Die hierfür gültigen Richtwerte sollen bis Ende 2018  öffentlich bekanntgegeben werden.

 

Altbauten

Eine wesentliche Verschärfung der Anforderung ist für den Gebäudebestand nicht vorgesehen, beurteilt die dena die Lage. Trotzdem müssen auch Besitzer von Altimmobilien einige Vorgaben beachten. Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizungsanlagen nach dem 1. Januar 1985 eingebaut, sind diese nach 30 Jahren zu ersetzen. Allerdings sieht die EnEV-Novelle eine ganze Reihe von Ausnahmen vor. So sind etwa Niedertemperatur- und Brennwertkessel von der Austauschpflicht ausgenommen. Auch Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die am Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, sind von der Verpflichtung ausgenommen. Wechselt der Eigentümer, muss die Austauschpflicht jedoch innerhalb von zwei Jahren erfüllt werden. Auch an die Dämmung, der erste Schritt zur besseren energetischen Bilanz im Altbau, werden neue Anforderungen gestellt. Oberste Geschossdecken, die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, müssen bis

Ende 2015 gedämmt sein. Gemeint sind Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Die Forderung gilt auch als erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist oder den Anforderungen

des Mindestwärmeschutzes entspricht. Ausnahmen gelten ebenfalls, wenn die Hausbesitzer zum Stichtag 1.

Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Mit der Novellierung der EnEV 2014 gewinnt der Energieausweis an Bedeutung. Er wird optisch überarbeitet und in Energieeffizienzklassen aufgeteilt. So wird eine Einordnung - ähnlich wie bei Elektro- und Haushaltsgeräten - auf einen Blick erkennbar. Die Skala reicht von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hoher Energiebedarf). Diese Zuordnung gilt aber nur für neu ausgestellte Ausweise. Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten ihre Gültigkeit. Darüber hinaus müssen Verkäufer und Vermieter den Ausweis künftig bereits bei der Besichtigung vorlegen. Nach Abschluss des Vertrages ist der Ausweis dann unverzüglich an den Käufer bzw. Mieter zu übergeben. Energetische Kennwerte müssen auch schon in der Immobilienanzeige genannt werden.

Ausführliche Informationen finden sich im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de.

Pressekontakt:
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