25.06.2014 / Leben in Hemer

Stromfressern auf der Spur

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale:

Martin Wulf (l.) und Martin Rabe (r.)
Martin Wulf (l.) und Martin Rabe (r.)

Für alle Mieter, die den Gründen für einen hohen Stromverbrauch zu Hause noch nicht auf die Schliche gekommen sind, bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale nun auch in Hemer Abhilfe direkt vor Ort:

Beim Basis-Check kommt ein Energieberater in die Wohnung und schätzt die Situation zum Strom- und Heizenergieverbrauch in den eigenen vier Wänden ein und gibt wertvolle Tipps zur Kostensenkung.

"Wir freuen uns, dass wir nun, neben der Beratung für interessierte Haussanierer, auch ein Angebot speziell für Mieter und für Eigentümer, die nichts an der Gebäudehülle verändern wollen oder können, in Hemer anbieten" , so Dipl. Ing. Martin Wulf, Energieberater der Verbraucherzentrale. 

Durchgeführt werden die Beratungen durch Martin Wulf und sein fünfköpfiges Energieberaterteam. Beim Beratungstermin nehmen die Energie-Experten nach einem Blick auf die Heizkosten- und Jahresstromabrechnung Haushaltsgeräte, Lampen, Fernsehen und Computer, aber auch elektrische Warmwasserbereiter und andere Stromverbraucher unter die Lupe.

"Denn neben der Anschlussleistung hängt der Stromver-brauch auch von der Geräte-Nutzung ab. Diese wird, ebenso wie das Heizen und Lüften, thematisiert und nach praktik-ablen Lösungsansätzen gesucht", erklärt Energieberaterin Ines Perschke die kleinen und großen Stellschrauben.
Aber auch die Bauart des Gebäudes und die Lage der Wohnung sind Faktoren, die den Energieverbrauch beeinflussen und daher mit er-fasst werden. Aus allen Angaben wird die Höhe des Energiever-brauchs eingestuft und individuelle Spartipps abgeleitet:

"So können zum Beispiel durch ein anderes Heizverhalten, die Anschaffung eines neuen, effizienteren Geräts oder durch kleine Maßnahmen wie Steckerleisten der Stromverbrauch gesenkt oder die Heizkosten minimiert werden um somit Geld zu sparen", fasst Architektin Andrea Blömer zusammen.
Die Ergebnisse erhält der Ratsuchende zum Nachlesen in einem Bericht.

Der Basis-Checks der Verbraucherzentrale wird vom Bundeswirt-schaftsministerium gefördert, so dass für den Teilnehmer eine Eigenbeteiligung von nur 10 Euro pro Wohnung anfällt. Bei Vorlage entsprechender Nachweise ist die Beratung für Empfänger von Transferleistungen wie beispielsweise Hartz IV kostenfrei. Somit ist gewährleistet, dass auch Geringverdiener einen Hausbesuch und mögliche Sparpotentiale aufgezeigt bekommen können.
Dieses Angebot, dass letztes Jahr in Iserlohn als einer der ersten Städte in NRW gestartet ist, ist nun auch in Hemer verfügbar. 


"Wir sind sehr erfreut das Hemer eine der nächsten Städte in NRW ist, in der dieses spezielle Angebot verfügbar ist. Eine solche unabhängige Beratung gerade für die Mieter hat uns noch im breiten Portfolio an unterschiedlichen Energieberatungsangeboten gefehlt", so Martin Rabe, Klimamanager der Stadt Hemer zur Bedeutung aus Sicht der Verwaltung. "Gerade die Summe vieler kleiner Dinge tragen zur CO2 Einsparung bei und Entlasten den Geldbeutel jedes einzelnen."
Terminwünsche für den Basis-Check werden telefonisch über die Energieberatung Iserlohn/Hemer unter 02372 /  551-199 koordiniert. Dort erhalten Sparfüchse auch Informationen über die weiteren Energieberatungsangebote der Verbraucherzentrale. Für Hausbesitzer ist z.B. auch nach wie vor eine ganzheitliche Beurteilung der Gebäude-situation mit der Analyse der Gebäudehülle und der Beurteilung der Heiztechnik  sowie Maßnahmenempfehlungen zur effizienten Sanierung für 60 Euro buchbar.