22.04.2015 / Tourismus & Freizeit

Von den Opernhäusern des Landes zurück zu den Wurzeln

Nadine Schreiber ist zurück an der Musikschule, als Gesangslehrerin. Auf unserem Bild wird sie von Musikschulleiter Martin Niedzwiecki am Flügel begleitet.
Nadine Schreiber ist zurück an der Musikschule, als Gesangslehrerin. Auf unserem Bild wird sie von Musikschulleiter Martin Niedzwiecki am Flügel begleitet.

Das neue Gesicht in der Musikschule kommt einem doch irgendwie bekannt vor. Im ersten Moment klingelt es beim Namen Nadine Schreiber nicht - beim Zusatz, dass sie geheiratet hat und gebürtig Nadine Sträter hieß, dafür um so lauter. Musikschulleiter Martin Niedzwiecki begrüßt eine Gesangslehrerin, die die Hemeraner Musikschule bestens kennt, die frischen, modernen Räume der Musikschule am Nelkenweg allerdings noch nicht ganz so gut. Die Nachfolge von Patricia Vivanco ist damit geregelt, und Notenchef Niedwziecki setzt sein breitestes Grinsen auf.

Fröhlich empfängt Niedzwiecki seine ehemalige Schülerin, fast sogar verschmitzt lächelnd, als ob ihm ein Coup gelungen wäre: "Wir können uns keine bessere Nachfolgerin für Patricia Vivanco vorstellen als unsere Nadine." Unsere Nadine, also. Nadine Schreiber ist ein Eigengewächs der städtischen Musikschule, das im zarten Alter von sechs Jahren Blockflötenunterricht nahm und bereits mit zehn Lenzen auf der Geige musizierte. Parallel arbeitete sie bereits mit zwölf an ihrer siebenjährigen Gesangsausbildung in Hemer. "Schon damals war sie ein Multitalent", schwärmt Niedzwiecki heute, denn auch am Klavier mache sie eine gute Figur. Gelernt hat Nadine Schreiber alle genannten Instrumente in der musikalischen Talentschmiede Hemer.

Natürlich wurde auch dieses wohlklingende Küken flügge, wollte ihre Stimme anderswo klingen lassen, Berufssängerin werden. Vor ihrer Rückkehr hat sie addiert und kommt auf zehn Jahre, in denen sie an Opernhäusern gearbeitet hat. Aber der Reihe nach: An der Musikhochschule Köln avancierte sie mit Bestnoten zur Diplom-Sängerin für Oper, Operette und Lied, um anschließend den Master of voice performance an der Folkwang Universität der Künste zu erhalten. Jetzt wollte das Gelernte natürlich auf die Bühne gebracht werden. Gastverträge an den Städtischen Bühnen Münster und am Theater Dortmund, am Theater Hagen sowie an der Staatsoperette Dresden und der Musikalischen Komödie Leipzig schlossen sich zwischen 2010 und 2014 an.

Und jetzt? Jetzt war es an der Zeit heimzukehren. "Aus familiären Gründen wollte ich nach Hemer zurück", beschreibt Nadine Schreiber, die zwischenzeitlich von der Oper für sechs Wochen auf einen Campingplatz zog, um an einer Sommerferienbetreuung der evangelische Kirche teilzunehmen und mit Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 15 Jahren zu singen. "Eine großartige Erfahrung", kommentiert die singende Rückkehrerin.

Und es war die logische Konsequenz - oder vielleicht einfach der passende Zeitpunkt, dass sich Nadine Schreiber auf die Nachfolge von Patricia Vivanco beworben hat und ausgewählt wurde. Martin Niedzwiecki strahlt weiter, als er nach ihrem Aufgabengebiet gefragt wird: "Ein solches Talent darf man doch nicht verschwenden." Stimmbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene steht auf Schreibers Lehrplan. Die umliegenden Chöre besucht sie bei Bedarf auch, um bei Proben zu unterstützen. In dieser Sekunde kann er sich das schelmische, stadtbekannte Niedzwiecki'sche Grinsen nicht verkneifen: "Welcher gesunde Männerchor wünscht sich nicht eine junge, hübsche und begabte Trainerin?" Rhetorische Frage. Allerdings wird sie den Chorleitern vom Musikschulleiter persönlich unter Tel. 02372/551-740 beantwortet.

 

Ihr Ansprechpartner

Herr Niedzwiecki, Martin

02372/551-740 und -741 E-Mail:
m.niedzwiecki@hemer.de
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