03.11.2015 / Tourismus & Freizeit

Mit dem Prinzip "Radeln nach Zahlen" wird die Orientierung für Radfahrer einfacher


Die Holzrahmen wurden bereits aufgestellt - in Zukunft werden Radler an diesen Knotenpunkten Informationstafeln vorfinden. Eva Habbel, die seitens des Planungsamtes die Beschilderung für Hemer koordiniert hat, freut sich auf eine einfachere Orientierung.

Das Radfahren im Märkischen Kreis wird zukünftig noch einfacher. "Radeln nach Zahlen" heißt das Prinzip des neuen Knotenpunktsystems, mit dem der Kreis für eine wesentlich bessere Orientierung sorgt. Die Radwege sind in der Fläche optimal vernetzt und einheitlich beschildert, die signalroten, nummerierten "Knotenpunkthütchen" weisen den richtigen Weg.

In den kommenden Wochen wird die Radwegweisung noch einmal grundsätzlich geändert. Die "rot-weiße Wegweisung" wird ergänzt, das Netz umfassender und mit einem Knotenpunktsystem versehen. Dies soll Radlern ganz einfach die Fahrt von A nach B ermöglichen. Dazu wurde das gesamte Radwegenetz in Südwestfalen, mehr als 3.000 Kilometer,  in eine Art Wabenstruktur eingeteilt. An den Eckpunkten jeder Wabe ergeben sich Knotenpunkte, die die Waben miteinander verbinden. Von hier aus ist die Weiterfahrt also in mehrere Richtungen möglich. Die Knotenpunkte sind mit Ziffern nummeriert, an denen sich die Radler orientieren können.

Das System kommt aus den Niederlanden. Auch die angrenzende Radregion Rheinland hat in den vergangenen Monaten dieses System installiert. Die Idee dahinter ist, das Radwegenetz  flächendeckend zu beschildern und beliebte Radrouten wie  den Ruhrtalradweg mit neuen Radrouten wie den Ruhr-Lenne-Achter oder Bigge-Lister-Höhenradweg zu verbinden. Neben der Wegweisung werden an wichtigen Knotenpunkten insgesamt 62 kleine und große Informationstafeln installiert. Sie enthalten einen  Kartenausschnitt und Informationen zum jeweiligen Standort. Mit Hilfe eine "QR-Codes" gelangt der Radler zur Homepage "Radeln-nach-Zahlen" und kann weitere Informationen abrufen. In den letzten Monaten wurde bereits die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert. So wurden großflächige Werbeflächen im Ruhrgebiet installiert, Anzeigen in Fachmagazinen veröffentlicht und ein Imagefilm gedreht.

Im Stadtgebiet Hemer werden an folgenden 6 Radwegenetz-Knotenpunkten neue Informationstafeln aufgestellt:

  • Hönnetalstraße/Ecke Pastoratstraße
  • Deilinghofer Straße/Parkplatz Eingang Deilinghofen
  • Urbecker Straße/Ecke Untere Weide
  • An der Steinert/Hauptstraße (Neuer Markt)
  • Ostenschlahstraße gegenüber der Seuthestraße
  • Hönnetalstraße/Felsenmeerstraße (Parkplatz beim Kiosk)

 

Auch der bisher noch nicht ins Radwegenetz aufgenommene Bahnradweg Hemer-Menden wird mit in die Beschilderung eingebunden.

"Radeln nach Zahlen" ist ein Regionale 2013 Projekt der fünf südwestfälischen Kreise. Die Koordination erfolgt im Projektbüro "Radwerkstatt Sauerland-Siegerland-Wittgenstein". Die Kosten für die touristische Vermarktung des Projektes belaufen sich auf 280.000 ¤.  Die Mittel stammen zu 70 Prozent aus dem Ziel-2-Programm in Nordrhein-Westfalen und damit aus EU- und Landesmitteln, die restlichen 30 Prozent wurden durch die fünf Kreise in Südwestfalen finanziert. Die Kosten für die rot-weiße Wegweisung und das Knotenpunktsystem im Märkischen Kreis belaufen sich auf rund 75.000 ¤, davon übernimmt 70 Prozent das Land NRW.

Weitere Informationen:
www.radeln-nach-zahlen.de

Text: Pressemitteilung des Märkischen Kreises; ergänzt von Eva Habbel, Stadt Hemer


Quelle: Märkischer Kreis In dieser Form wird die Beschilderung den Radfahrern an den Knotenpunkten eine Übersicht verschaffen.

Pressekontakt:
Marc Giebels
Tel.: 02372/551-234
E-mail: presse@hemer.de