Der Frühlingsanfang steht traditionell für Aufbruch und Neubeginn. Passender hätte der Termin für die Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses an die Löschgruppe Becke am Samstag, 21. März, nicht gewählt werden können - für die Feuerwehr beginnt hier ein neues Kapitel. Zahlreiche Gäste aus Verwaltung, Politik, Kirche, Feuerwehr sowie von den beteiligten Planungsbüros nahmen an der Einweihung des neuen Standortes an der Oberen Oese teil.
Zum Auftakt traf sich die Löschgruppe Becke am bisherigen Gerätehaus „Auf dem Schilk“, das seit dem 25. März 1967 genutzt worden war, um geschlossen durch den Stadtteil zum neuen Gebäude zu marschieren. Dort wurden die Feuerwehrangehörigen von den geladenen Gästen und dem Musikzug der Feuerwehr Hemer feierlich empfangen.
Nach den Begrüßungen durch Bürgermeister Christian Schweitzer, Kreisbrandmeister Michael Kling, Leiter der Feuerwehr Markus Heuel und Löschgruppenführer Markus Ringeling übergab der Bürgermeister symbolisch den Schlüssel an die Wehrleitung und die Löschgruppenführung. Den kirchlichen Segen für das neue Gerätehaus sowie für die Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Becke spendeten Pastorin Sonja Timpe-Neuhaus (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Hemer) und Vikar Dominik (Katholische Kirchengemeinde St. Vitus Hemer), ehe zahlreiche Gäste die Gelegenheit nutzten, das neue Gebäude bei einem Rundgang zu besichtigen.
Mit dem Neubau stärkt die Stadt Hemer die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr und investiert nachhaltig in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig endet damit eine lange Ära am bisherigen Standort, der über fast sechs Jahrzehnte Ausgangspunkt zahlreicher Einsätze, Ort intensiver Ausbildungsarbeit und Mittelpunkt des kameradschaftlichen Lebens mehrerer Generationen von Feuerwehrangehörigen war.
„Mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses Becke schaffen wir moderne und zukunftsfähige Rahmenbedingungen für unsere Feuerwehr. Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit der Menschen in Hemer und zugleich ein starkes Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehrangehörigen“, hob Bürgermeister Christian Schweitzer bei der Schlüsselübergabe hervor.
Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses begann im Februar 2024 und wurde nach rund zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Bauherr ist die Stadt Hemer, die rund 6,1 Millionen Euro in das Projekt investiert hat, an der Planung und Umsetzung beteiligt waren unter anderem die Büros VonEy Architekten, GTEC, Roxeller Ingenieure Andreas und Brück sowie INGEO.
Das Gebäude mit den Maßen 48,40 x 22,40 Meter bietet Platz für fünf Fahrzeugstellplätze. Neben der Fahrzeughalle verfügt das Gerätehaus über moderne Schulungs-, Sozial- und Umkleideräume. Das Gebäude ist barrierefrei und erfüllt auch energetisch aktuelle Standards. Ein Gründach, eine Wärmepumpe sowie eine Photovoltaikanlage sorgen für einen nachhaltigen Betrieb.
Das bisherige Gerätehaus entsprach zuletzt nicht mehr den heutigen baulichen, technischen und arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen. Beengte Platzverhältnisse sowie fehlende moderne Funktions- und Lagerbereiche wurden den gestiegenen Anforderungen an einen leistungsfähigen Brandschutz und eine effektive Hilfeleistung nicht mehr gerecht.
Das neue Feuerwehrgerätehaus bietet ausreichend Platz für die vier Einsatzfahrzeuge der Löschgruppe, moderne Funktionsbereiche sowie deutlich erweiterte Lagerkapazitäten. Darüber hinaus wird am Standort ein logistisches Konzept umgesetzt, das auch der gesamten Feuerwehr Hemer zugutekommt. Künftig werden dort unter anderem rund 2.000 Sandsäcke für Hochwasserlagen sowie zusätzliche Materialien für Unwetter- und Starkregenereignisse vorgehalten.
„Das neue Gerätehaus bietet uns deutlich bessere Bedingungen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Logistik. Damit sind wir für die zukünftigen Herausforderungen im Brandschutz und in der Gefahrenabwehr sehr gut aufgestellt“, verdeutlichte Markus Heuel, Leiter der Feuerwehr Hemer.
Für die Löschgruppe Becke bedeutet der Neubau auch einen wichtigen Impuls für Ausbildung, Nachwuchsarbeit und Kameradschaft. „Für uns als Löschgruppe ist das neue Gerätehaus ein großer Schritt in die Zukunft. Es bietet optimale Bedingungen für unsere ehrenamtliche Arbeit und stärkt gleichzeitig Motivation, Ausbildung und Nachwuchsarbeit“, legte Löschgruppenführer Markus Ringeling dar.
Mit der Übergabe ist das neue Feuerwehrgerätehaus nun offiziell in Betrieb und bildet künftig die moderne Basis für die Arbeit der Löschgruppe Becke sowie für die Sicherheit im Stadtgebiet Hemer, während das ehemalige Gebäude Auf dem Schilk nicht ungenutzt bleiben wird. Das ehemalige Gerätehaus „Auf dem Schilk“ wird jedoch nicht ungenutzt bleiben. Perspektivisch soll das Gebäude, das mit der Sporthalle der Grundschule und der Beckehalle verbunden ist, zurückgebaut werden. Bis zu einem möglichen Rückbau nutzt die Stadt Hemer die Räume als Kaltlager.