Hallenbad-Neubau: Entwurfsplanung vorgestellt

Besonders aufschlussreich und anschaulich war dabei ein virtuellen 3D-Modells des neuen Bades, das die Stadt Hemer online unter www.hemer.de/hallenbad-neubau veröffentlicht hat.

Die Resonanz am Mittwochabend im Grohe Forum war von großem Zuspruch geprägt, nachdem Hemers Erster Beigeordneter und Baudezernent Christian Schweitzer gemeinsam mit den Vertretern des niederländischen Architekturbüros Hooper und weiteren Planern die Entwurfsplanung für das neue Hallenbad vorgestellt hatte. Politischen Vertretern, Mitgliedern von schwimmsporttreibenden Vereinen und Vertretungen der Hemeraner Schulen wurde dabei bis ins Detail verraten, worauf sich alle Hemeranerinnen und Hemeraner in wenigen Jahren freuen dürfen. Besonders aufschlussreich und anschaulich war dabei die Vorstellung eines virtuellen 3D-Modells des neuen Bades, das die Stadt Hemer online unter www.hemer.de/hallenbad-neubau veröffentlicht hat.

Der Rundgang durch das virtuelle Hallenbad ist beeindruckend: Alle Ausstattungsmerkmale wie das 25 x 12,5 Meter große Mehrzweckbecken mit fünf Bahnen (mit Teilhubboden, wettkampftauglich, nutzbar als Lehrschwimmbecken), das zusätzliches Becken im L-Format (12,5 x 10 Meter), die Startblöcken, die Dusch-, Sanitär- und Umkleidebereiche, der Vereinsraum und Lagerflächen für Kursequipment, der barrierefreie Gesamtbetrieb (insb. ebenerdige Verbindung zwischen Kassenbereich und Badehalle), der Zugang über einen Kassenautomaten, die Sprunganlage (Drei-Meter-Plattform und Ein-Meter-Brett) oder die Erweiterung um einen Eltern-Kind-Bereich/Wassergewöhnungsbecken sind darin berücksichtigt.

Christian Schweitzer lobte den Entwurf der niederländischen Architekten: „Geplant ist ein sehr nachhaltiges Gebäude, zeitgemäß, ökologisch und zukunftsweisend mit weiteren Potenzialen für das Hemeraner Stadtbild. Kein Standard in Deutschland ist darüber hinaus die digitale Planung anhand des 3D-Models (BIM).“ So werden nicht nur alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst, um eine hohe Planungssicherheit (Kosten, Zeit und Qualität) zu gewährleisten, sondern es lässt sich beispielsweise auch frühzeitig überprüfen, ob Tragwerksplanung und Haustechnik kritische Überschneidungen aufweisen. Zudem arbeiten alle Mitglieder des Planungsteams (Bauherr, Architekten, Planer, Bauzeichner, Gutachter, Poliere, Mitarbeiter der Kalkulation, Qualitätssicherer sowie Controller, etc.) zu jedem Zeitpunkt an dem gleichen Model.

Die aktuelle Kostenberechnung der Planungsbüros für den Neubau beläuft sich auf ca. 11,5 Millionen Euro für das Projekt. Darin enthalten sind die folgenden Veränderungen zum Ratsbeschluss aus dem Februar 2019:

  1. Kosten für den Sprungbereich [ca. 350.000 Euro],
  2. Mehraufwand für ein Edelstahlbecken (nachhaltiger als ein gefliestes Becken) [ca. 390.000 Euro],
  3. Erweiterung der Räumlichkeiten im Keller für Schulen und Vereine,
  4. Anpassung der Kosten an die gestiegenen Baupreise und die aktuelle Marktlage,
  5. Mehrkosten für den Eltern-Kind-Bereich (räumlichen Erweiterung und Aufwand für den erforderlichen zweiten Wasserkreislauf) [ca. 500.000 Euro].

Die Vorstellung der Entwurfsplanung kam in den Reihen der aufmerksamen Zuhörer und
-schauer sehr gut an. Aber wie und wann geht es jetzt konkret weiter? Fragen, die vor allem den Vereins- und Schulvertretern auf der Seele brannten. Schweitzer gab auch hierzu einen kurzen Ausblick: „Nach der Freigabe der Entwurfsplanung durch den Rat erfolgt die Beauftragung der so genannten Genehmigungsplanung. Der Bauantrag soll bis zum 31. August 2020 gestellt worden sein. Parallel müssen weitere Unterlagen für den Fördermittelgeber erarbeitet werden. Im Herbst/Winter 2020 erfolgen dann die Erstellung der Ausführungspläne und die ersten Vergabeverfahren der Bauleistungen. Der Baubeginn soll im Frühjahr 2021 erfolgen. Die Fertigstellung des Bades ist für den 01.11.2022 vereinbart.“

Und dieser Weg soll durch entsprechende Beschlüsse der Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses (17. Juni) und des Rates (23. Juni 2020) geebnet werden.

Erster Beigeordneter Christian Schweitzer stellt mit den Vertretern des niederländischen Architekturbüros Hooper und weiteren Planern die Entwurfsplanung für das neue Hallenbad vor
Neben politischen Vertretern und Mitgliedern von schwimmsporttreibenden Vereinen waren auch Vertretungen der Hemeraner Schulen anwesend
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