Vier Jahre alt und schon Bestleser

Stadtbücherei Hemer zeichnet Noah Figge aus und zieht positive Jahresbilanz.

Leseförderung von klein auf und ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen: Die Stadtbücherei Hemer blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Ein vierjähriger Junge als Bestleser des Jahres und stabile Nutzungszahlen unterstreichen die Bedeutung der Bücherei als lebendigen Bildungs- und Begegnungsort in der Stadt.

Mit gerade einmal vier Jahren ist Noah Figge der jüngste Bestleser der Stadtbücherei Hemer. Im vergangenen Jahr hat er allein 397 Medien ausgeliehen, insgesamt kommt er bereits auf beeindruckende 611 Ausleihen. Besonders gefragt waren dabei Kinderbücher – ein deutliches Zeichen dafür, wie früh Lesefreude entstehen kann. „Dass unser Bestleser erst vier Jahre alt ist, macht uns besonders stolz“, sagt Büchereileiterin Gabriele Donath. „Lesen ist der Schlüssel zu Bildung, Fantasie und Sprachentwicklung. Wenn Kinder so früh den Weg in die Bücherei finden, ist das ein großer Erfolg unserer kontinuierlichen Leseförderung.“

Auch die Jahresstatistik bestätigt die starke Ausrichtung auf Kinder und Familien. Insgesamt verzeichnete die Stadtbücherei 98.619 Ausleihen, davon 85.311 Medienausleihen vor Ort und 13.308 Ausleihen über die Onleihe. Kinderbücher machten dabei 45 Prozent aller Medienausleihen aus. Rechnet man Hörbücher und Toniefiguren hinzu, entfielen sogar 64 Prozent aller Ausleihen auf Kindermedien.

Von den insgesamt 3.698 Kundinnen und Kunden waren 2.626 Kinder und Jugendliche – das entspricht einem Anteil von 71 Prozent. Rund 35.000 Besucherinnen und Besucher nutzten im Laufe des Jahres das Angebot der Stadtbücherei.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Veranstaltungen und Kooperationen. Insgesamt fanden 107 Veranstaltungen statt, darunter 57 Angebote speziell für Kinder sowie 32 Kindergarten- und Schulführungen. An allen Veranstaltungen nahmen 2.022 Personen teil, darunter 1.135 Kinder. Zusätzlich stellte die Bücherei 58 Medienboxen für Kindergärten und Schulen zusammen und arbeitete mit 42 Kooperationspartnern zusammen. „Die Stadtbücherei ist ein zentraler Baustein unserer Bildungslandschaft“, betont Bürgermeister Christian Schweitzer. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig sie gerade für Kinder, Familien und junge Menschen ist. Dass so viele Kinder die Bücherei nutzen, ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.“

Bei den beliebtesten Medien lagen auch im vergangenen Jahr die Toniefiguren an der Spitze. Zu den meist ausgeliehenen Büchern zählten im Kinderbereich „Wir entdecken die Dinosaurier“ von Inka Friese, bei den Romanen „Das Fest“ von Lucy Fricke und im Sachbuchbereich „Freiheit“ von Angela Merkel. Weniger gefragt war dagegen das Buch „Segelfliegen für Anfänger“ von Alexander Willberg.

Neu aufgestellt wurde zudem die Erstleseliteratur: Statt einer Einteilung nach Alter oder Klassenstufe arbeitet die Stadtbücherei nun mit einer Lesestufensystematik. Kinder können so gezielt Bücher auswählen, die ihrer individuellen Lesefähigkeit entsprechen. „Unser Ziel ist es, Kindern den Zugang zum Lesen so einfach und motivierend wie möglich zu machen“, erklärt Gabriele Donath. „Die neue Systematik hilft dabei, Frustration zu vermeiden und Erfolgserlebnisse zu schaffen.“

Mit ihrem breiten Angebot, der starken Kinder- und Jugendarbeit und einem engagierten Team bleibt die Stadtbücherei Hemer m Nelkenweg damit auch weiterhin ein wichtiger Treffpunkt für Bildung, Kultur und Begegnung.

 

Mit gerade einmal vier Jahren ist Noah Figge (neben seiner Mutter in ein Buch vertieft) der jüngste Bestleser der Stadtbücherei Hemer. Im vergangenen Jahr hat er allein 397 Medien ausgeliehen, insgesamt kommt er bereits auf beeindruckende 611 Ausleihen. Das honorierten BM Christian Schweitzer, Ingrid Grün-Schmieder und Büchereileiterin Gabriele Donath (r.).

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