Hemer entdecken

Das ist Hemer

Die westfälische Stadt Hemer zählt knapp 38.000 Einwohner und liegt im Norden des Märkischen Kreises im Regierungsbezirk Arnsberg. Die Verkehrsanbindung erfolgt über die A 46, die bei Hagen von der Sauerlandlinie A 45 nach Osten abzweigt und bei Hemer zunächst endet und in die B 7 einmündet. Hemer ist in die reizvolle, waldreiche, von Tälern zergliederte Mittelgebirgslandschaft des nördlichen Sauerlandes eingebettet.

Mehr als die Hälfte des 67,5 Quadratkilometer umfassenden Stadtgebietes besteht aus Wald. Die höchste Erhebung der Stadt ist der Balver Wald mit 546 Meter, der tiefste Punkt liegt in der Bachniederung der Oese im Stadtteil Becke bei 160 Meter. Hemer hat insbesondere im Bereich der Massenkalkzone östlich des Stadtzentrums sehenswerte Naturschönheiten zu bieten: die Heinrichshöhle, eine Schauhöhle mit fantastischen Tropfsteingebilden, einem vollständigem Höhlenbärenskelett und lebensgroßen Modellen vom Höhlenbär und von der Höhlenhyäne, das benachbarte Felsenmeer, eine in Deutschland einmalige, bizarre Felsenlandschaft oder das romantische Hönnetal mit seinen bis zu 60 Meter hohen, wild zerklüfteten Steilhängen und Klippen.

Neben vielen anderen Freizeitangeboten wie Hallenbad (in direkter Nähe des Landesgartenschau-Geländes), Freibad, weiteren modernen Sportstätten und den Angeboten verschiedener Vereine, bieten Volkshochschule und Musikschule ein attraktives Programm. Die kleine aber feine Stadtbücherei hat schon mehrfach für positive Schlagzeilen gesorgt. Architektonische Sehenswürdigkeiten sind vor allem die ehemaligen Adelssitze Haus Hemer und die Edelburg, beide in ihrer heutigen Form in den Jahren 1610-1614 erbaut, die Burg Klusenstein von 1353, die Deilinghofer Stephanus-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die katholische Pfarrkirche St. Peter & Paul von 1700, die Ebbergkirche von 1820, das alte Amtshaus (heute Musikschule) von 1908, die Sundwiger Mühle von 1810 und das Fabrikantenhaus von der Becke von 1796.

Wen die Geschichte Hemers als Draht- und Papierstadt interessiert, dem sei ein Besuch des Felsenmeermuseums - eine restaurierte Jugendstilvilla - an der Hönnetalstraße empfohlen. Die sehenswerte Sammlung zeigt Exponate zur Erd- und Frühgeschichte, Industrie- und Stadtgeschichte sowie einer überregional bedeutenden Sammlung der Banater Schwaben. Unmittelbar neben dem Museum arbeitet die Sundwiger Mühle, die letzte Wassermühle im Märkischen Kreis. Noch heute wird hier Mehl gemahlen, zahlreiche Produkte des Landhandels runden das Sortiment der Familie Alberts ab.

1975 entstand aus der Zusammenlegung der Stadt Hemer mit den noch verbliebenen amtsangehörigen Gemeinden (Hemer, Becke, Deilinghofen, Frönsberg und Ihmert) die neue Stadt Hemer in ihren heutigen Grenzen. Mit den Städten Steenwerck (Frankreich, seit 1967), Beuvry (Frankreich, seit 1968), Bretten (Deutschland, seit 1979), Obervellach (Österreich, seit 1985), Schelkowo (Russland, seit 1992) und Doberlug-Kirchain (Deutschland, seit 1991) verbindet Hemer zum Teil jahrzehntelange Städtepartnerschaften.

Die Hemeraner Herbsttage sind das Veranstaltungshighlight schlechthin. Alljährlich flanieren am letzten Septemberwochenende von Freitag bis Sonntag mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region durch das Stadtzentrum.

Auch als Bildungsstandort ist Hemer attraktiv. Der jüngste Nachwuchs ist in 16 Kindergärten und Kindertagesstätten gut aufgehoben. Acht Grundschulen, eine Hauptschule, eine Realschule, ein Gymnasium und eine Gesamtschule bieten ideale Bildungsvoraussetzungen. Die lebendige und vielseitige Schullandschaft wird durch vier Förderschulen ergänzt.

Mit der Landesgartenschau 2010 gab die Stadt Hemer die Antwort auf die Frage nach der zukunftweisenden Umwandlung des Geländes der ehemaligen Blücher-Kaserne. Die Landesgartenschau setzte auf Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit. Sie ebnete den Weg für mehr Lebensqualität in Hemer und schaffte eine Plattform, auf der die Region Südwestfalen ihre Stärken präsentieren wird. Heute lädt der Sauerlandpark Hemer als Nachfolger der Landesgartenschau Familien ein durchzuatmen, sich zu erholen.

Geographische Lage:
Nördliche Breite 51°, 23'
Östliche Lage 7°, 46'

Höhenlage über NN
Höchste Erhebung: 546 Meter - Balver Wald
Tiefster Punkt: 160 Meter - Edelburg
Mittlere Höhenlage Ortskern: 208 Meter

Fläche des Stadtgebiets: 6.755 Hektar

Waldfläche: 54,3 %
Landwirtschaftsfläche: 23,4 %

Einwohner: 37.626 (Stand: 31. Mai 2009)
davon männlich: 18.484
davon weiblich: 19.142

Postleitzahl: 58675

Vorwahl: 02372

Adresse der Stadtverwaltung: Hademareplatz 44, 58675 Hemer
Webpräsenz:  www.hemer.de
Bürgermeister: Michael Heilmann (UWG)

Aus kleinbürgerlichen Siedlungsformen sind im Laufe der Jahrhunderte unter maßgeblichem Einfluß der frühen Industrialisierung Dörfer entstanden, die heute zur Stadt Hemer zusammengeführt sind.

Mit der Bildung des Amtes Hemer aus den Gemeinden Becke, Brockhausen, Calle, Deilinghofen, Evingsen, Frönsberg, Ihmert, Kesbern, Landhausen, Lössel, Niederhemer, Oberhemer, Sundwig und Westig im Jahre 1841 erfolgte der erste Schritt zur stufenweisen Zusammenführung zu einer administrativen Einheit.

1910 wurden Ober- und Niederhemer zu einer Gemeinde vereinigt. Neben anderen Gebietsveränderungen im Amt Hemer erfolgte 1929 der Zusammenschluß von Hemer, Sundwig, Westig und Landhausen zur Großgemeinde Hemer, die am 30. Januar 1936 zur Stadt erhoben wurde. Im Rahmen der kommunalen Neuordnung entstand am 1. Januar 1975 die neue Stadt Hemer in ihren heutigen Grenzen durch Zusammenlegung mit den bis dahin amtsangehörigen Gemeinden Becke, Deilinghofen, Frönsberg und Ihmert.

Hademare - wo das Wasser fließt

Ein Blick in die Vergangenheit läßt die Entwicklungslinien der jungen Stadt Hemer deutlich werden und offenbart historisch gewachsene Strukturen, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart hineinreichen.

Funde aus Hügelgräbern belegen, dass um 1250 v. Chr. bronzezeitliche Hirten und Bauern im Raum Hemer gelebt haben. Fränkisch-merowingische Grabfunde an der Beethovenstraße aus der Zeit um 650 n.Chr. markieren weitere Meilensteine aus der Hemeraner Vorgeschichte.
Im Jahre 1072 wurde Hemer zum ersten Male urkundlich als "Hademare" erwähnt. Der Kölner Erzbischof Anno II übertrug dem neugegründeten Benediktinerkloster  Grafschaft zur Versorgung der Mönche ausgedehnte Liegenschaften, darunter auch zwei Haupthöfe und eine Kirche in Hademare. Diese Namensform ist  als "wasserreicher Ort" zu deuten.

Hemer ist eine Stadt der Industrie

Die Kunst der Drahtzieherei hat hier einen ihrer Ursprünge. Eine beinahe verwirrende Vielfalt der Produkte kennzeichnet heute die Hemeraner Industrie.

Kleine und große Unternehmen haben es immer wieder verstanden, sich mit Phantasie und Erfindergeist an die Erfordernisse des Marktes anzupassen und sich so mit ihren Angeboten auch weltweit zu behaupten. So sind in fast allen Teilen der Welt Drahtverarbeitungsmaschinen aus Hemer ebenso gefragt wie Armaturen oder Stahlnägel.
Neben der Industrie tragen auch Handel, Handwerk und ein breitgefächertes - teilweise hochspezialisiertes - Dienstleistungsgewerbe zur Wirtschaftskraft der Stadt bei.

Zur Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag VI A Hemer

Im Rahmen der kommunalen Neuordnung wurden 1975 die Gemeinden Hemer, Becke, Deilinghofen, Frönsberg und Ihmert zur neuen Gemeinde Hemer zusammengeschlossen.


Die früher zum Amt Hemer gehörende Gemeinde Evingsen wurde bereits 1969 der Stadt Altena zugeschlagen. Die Gemeinde Kesbern wurde 1974 in die Stadt Iserlohn eingegliedert.

Die Hemeraner Stadtteile im Internet.

Seit zwei Jahren steht den Ihmerter Bürgern und Interessierten ihmert.com  zur Verfügung und wird rege benutzt. Die Website feiert sich stolz als am stärksten frequentiertes Internetangebot aus Ihmert.

Im Schatten des Kirchturms ist viel los. Hier geht es nach Deilinghofen -